Doktor Faustus
Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde. Roman
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- USD 1.99
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Descripción editorial
Auf der Grundlage des Faust-Stoffes schuf Thomas Mann mit seinem 1947 erschienenen Musikerroman eine eindringliche Parabel über die Verstrickung künstlerischer Existenz in die politische Katastrophe des Nationalsozialismus. Kaum ein anderes Werk des Autors hat derart anhaltende Kontroversen ausgelöst und wird bis heute intensiv diskutiert.
Im Zentrum des Romans steht der Komponist Adrian Leverkühn, dessen Bündnis mit einer dämonischen Macht nicht nur sein persönliches Schicksal bestimmt, sondern zugleich als Sinnbild für die geistige und moralische Krise Deutschlands im 20. Jahrhundert gelesen werden kann. Mann verknüpft biographische Elemente, musiktheoretische Reflexionen und zeitgeschichtliche Entwicklungen zu einem vielschichtigen Epochenroman von außergewöhnlicher Dichte und Wirkung.
„Doktor Faustus“ erweist sich als sprachmächtige Auseinandersetzung mit Genie, Wahnsinn und den Abgründen einer Epoche. Erzählt wird die Lebensgeschichte Adrian Leverkühns aus der Perspektive seines Freundes Serenus Zeitblom, eines humanistisch geprägten Gelehrten, der bemüht ist, Leben und Werk des Komponisten zu verstehen, dabei jedoch immer wieder an seine eigenen Grenzen stößt. Adrian erscheint von früh an als hochbegabt, zugleich aber von emotionaler Distanz geprägt. Auf der Suche nach künstlerischer Vollendung entwickelt er eine radikale, experimentelle Musiksprache, die bestehende Formen sprengt und neue, oft verstörende Ausdrucksweisen hervorbringt.
Ein rätselhaftes Schlüsselerlebnis – die vermeintliche Teufelsverbindung – markiert den Wendepunkt seines Lebens: Sie verleiht ihm schöpferische Kraft um den Preis wachsender Isolation. Während seine Werke gleichermaßen Bewunderung wie Befremden auslösen, entfremdet er sich zunehmend von seiner Umgebung. Zeitbloms Bericht wird so zur mehr als nur biographischen Darstellung: Er spiegelt zugleich die geistige Zerrissenheit und den moralischen Verfall Deutschlands in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
In der Verbindung von Künstlerroman, philosophischer Reflexion und historischer Diagnose entsteht ein Werk von großer intellektueller Tiefe – eine eindringliche Erzählung über Schöpfungskraft, Schuld und die gefährliche Verlockung grenzenloser Erkenntnis.