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Beschreibung des Verlags

Der neue Roman von Gabriel García MárquezIn Erinnerung an meine traurigen Huren erzählt Gabriel García Márquez eine Geschichte über die Liebe, das Alter und den Sinn des Lebens:


Zu seinem 90. Geburtstag schenkt sich ein alter Mann, der sein Leben lang nur käufliche Liebe gekannt hat, in einem Bordell eine Nacht mit einer Jungfrau. In dieser Nacht, der noch viele folgen sollten, betrachtet er verzaubert die schlafende Schöne und empfindet zum ersten Mal in seinem Leben Liebe.


Frauen haben im Leben des alten Journalisten immer eine Rolle gespielt – seine schöne und gebildete Mutter, die ihm die klassische Musik und die Literatur nahe brachte; seine aufreizende Verlobte, die er sitzen ließ; all die vielen Huren, die er mehr nach dem Preis als nach ihren Reizen wählte, und schließlich Rosa Cabarcas, eine mit allen Wassern gewaschene Puffmutter, die ihm in der Nacht seines 90. Geburtstags Delgadina zuführt. Dieses von Rosa Cabarcas in Tiefschlaf versetzte schöne Mädchen löst in dem alten einsamen Mann, der mit dem Leben schon fast abgeschlossen hat, nie zuvor erfahrene Gefühle aus. Immer wieder zieht es ihn zu Delgadina, doch er weckt sie nie. Die Schlafende bringt ihn dazu, sich selbst besser zu verstehen; sie treibt den Liebenden in rasende Eifersucht und inspiriert den Journalisten zu hinreißenden Liebeselogen in der Lokalzeitung. Nach einem Jahr ist er ein anderer Mensch.


Ein Roman voller Melancholie und Humor, voller Klugheit und Zärtlichkeit. Ein großes Thema der Weltliteratur, der alte Mann und das Mädchen, wird von García Márquez auf meisterhafte Weise karibisch variiert. Erinnerung an meine traurigen Huren ist eine Hommage an den japanischen Nobelpreisträger Yasunari Kawabata und seinen Roman Die schlafenden Schönen.


Von Gabriel García Márquez erschien zuletzt vor zwei Jahren Leben, um davon zu erzählen, der erste Teil seiner Erinnerungen.

GENRE
Liebesromane
ERSCHIENEN
2014
18. Juni
SPRACHE
DE
Deutsch
UMFANG
160
Seiten
VERLAG
Kiepenheuer & Witsch eBook
GRÖSSE
1.6
 MB

Kundenrezensionen

Misign ,

Marquez und eines seiner Alterswerke

Ein 90-jähriger Journalist erzählt über ein paar Stationen in seinem Leben, über seine Kolumne und seine Kollegen.
Der Ton (der Schrift), sowie der Duktus sind zutiefst südländisch. Worte werden verwendet, für die man viel Kraft aufwenden muss; die erst mit der nötigen Kraft und Konzentration ihren Lauf nehmen und flüssig wirken. Jeder Anfang ist eine Anstrengung und davon gibt es viele.
Die Sprache zeugt davon, wie viel der Protagonist gesehen und erlebt hat; wie viele Ereignisse er selbst durchdacht hat.
Eines davon….

In seinem Alter möchte er nicht zu unrecht, dass er sich trotz eines glücklichen Lebens noch einen Wunsch erfüllt. Der Protagonist will es noch einmal wissen, wissen, ob er es noch schafft mit einer Frau, in diesem Fall einer Prostituierten zu schlafen. Was soll’s (?) – was kann ihm in seinem Alter noch schlimmes passieren? Nichts kann ihm noch zustoßen! (Selbst ein abruptes Ende kann ihm nichts mehr anhaben….)

Er ruft seine alte Freundin an, die neben einen alten Laden, ein Bordell betreibt. Er, der Alte, nimmt den Hörer in die Hand und sagt, dass er binnen zwei Stunden eine Frau sehen will. Nachdem der Widerstand gebrochen ist, so schnell eine zu finden, begibt er sich auf den Weg. Das (leichte) Mädchen wartet bereits; er legt sich zu ihr, streichelt ihre Haut und geht am nächsten Morgen raus.

Sie stammt aus einfachen Verhältnissen, dringt langsam in sein Leben (ein) und eines Tages, als er mit ihr schläft, wird ein paar Türen weiter jemand umgebracht. Um nichts mit der Sache zu tun zu haben, macht er sich aus dem Staub. Zuhause schlägt er die Zeitung auf und liest, dass ein stadtbekannter Politiker ermordet wurde.

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