Erinnerung an meine traurigen Huren
Roman
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4,0 • 1 Bewertung
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- 11,99 €
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Beschreibung des Verlags
Eine berührende Geschichte über die Liebe, das Alter und den Sinn des Lebens.
In »Erinnerung an meine traurigen Huren« erzählt Nobelpreisträger Gabriel García Márquez die Geschichte eines 90-jährigen Mannes, der sein Leben lang nur käufliche Liebe gekannt hat. Zu seinem Geburtstag schenkt er sich eine Nacht mit einer Jungfrau in einem Bordell. In dieser Nacht, der noch viele folgen sollten, betrachtet er verzaubert die schlafende Schöne und empfindet zum ersten Mal in seinem Leben wahre Liebe.
Frauen haben im Leben des alten Journalisten immer eine Rolle gespielt – seine schöne und gebildete Mutter, die ihm die klassische Musik und die Literatur nahe brachte; seine aufreizende Verlobte, die er sitzen ließ; die vielen Huren, die er mehr nach dem Preis als nach ihren Reizen wählte. Doch erst Delgadina, das von der Puffmutter Rosa Cabarcas in Tiefschlaf versetzte Mädchen, löst in dem einsamen Mann nie zuvor erfahrene Gefühle aus.
Die Schlafende bringt ihn dazu, sich selbst besser zu verstehen; sie treibt den Liebenden in rasende Eifersucht und inspiriert den Journalisten zu hinreißenden Liebeserklärungen. Nach einem Jahr mit Delgadina ist er ein anderer Mensch geworden.
»Erinnerung an meine traurigen Huren« ist ein Roman voller Melancholie und Humor, Klugheit und Zärtlichkeit. García Márquez variiert meisterhaft ein großes Thema der Weltliteratur und setzt dem japanischen Nobelpreisträger Yasunari Kawabata und dessen Roman »Die schlafenden Schönen« ein Denkmal.
Kundenrezensionen
Marquez und eines seiner Alterswerke
Ein 90-jähriger Journalist erzählt über ein paar Stationen in seinem Leben, über seine Kolumne und seine Kollegen.
Der Ton (der Schrift), sowie der Duktus sind zutiefst südländisch. Worte werden verwendet, für die man viel Kraft aufwenden muss; die erst mit der nötigen Kraft und Konzentration ihren Lauf nehmen und flüssig wirken. Jeder Anfang ist eine Anstrengung und davon gibt es viele.
Die Sprache zeugt davon, wie viel der Protagonist gesehen und erlebt hat; wie viele Ereignisse er selbst durchdacht hat.
Eines davon….
In seinem Alter möchte er nicht zu unrecht, dass er sich trotz eines glücklichen Lebens noch einen Wunsch erfüllt. Der Protagonist will es noch einmal wissen, wissen, ob er es noch schafft mit einer Frau, in diesem Fall einer Prostituierten zu schlafen. Was soll’s (?) – was kann ihm in seinem Alter noch schlimmes passieren? Nichts kann ihm noch zustoßen! (Selbst ein abruptes Ende kann ihm nichts mehr anhaben….)
Er ruft seine alte Freundin an, die neben einen alten Laden, ein Bordell betreibt. Er, der Alte, nimmt den Hörer in die Hand und sagt, dass er binnen zwei Stunden eine Frau sehen will. Nachdem der Widerstand gebrochen ist, so schnell eine zu finden, begibt er sich auf den Weg. Das (leichte) Mädchen wartet bereits; er legt sich zu ihr, streichelt ihre Haut und geht am nächsten Morgen raus.
Sie stammt aus einfachen Verhältnissen, dringt langsam in sein Leben (ein) und eines Tages, als er mit ihr schläft, wird ein paar Türen weiter jemand umgebracht. Um nichts mit der Sache zu tun zu haben, macht er sich aus dem Staub. Zuhause schlägt er die Zeitung auf und liest, dass ein stadtbekannter Politiker ermordet wurde.