Die Treibjagd
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Publisher Description
Der Roman spielt im Paris der 1860er Jahre, während der grossen Stadterneuerung unter Baron Haussmann. Grundstücksspekulationen und Bauprojekte erzeugen eine Atmosphäre der Gier und moralischen Verwahrlosung.
Im Zentrum steht Aristide Rougon, der sich nun Saccard nennt und durch skrupellose Immobilienspekulation ein Vermögen anhäuft. Seine zweite Frau Renée, eine junge, elegante Frau aus besserer Gesellschaft, lebt in einem Luxus, der innerlich leer bleibt.
Renée beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit Maxime, Saccards Sohn aus erster Ehe. Diese inzestuöse Beziehung wird zum Symbol einer dekadenten Gesellschaft, die moralische Grenzen verloren hat. Während Saccard immer reicher wird, treibt Renée in Langeweile, Verschwendung und emotionaler Verzweiflung in den Untergang.
Der Roman ist einer der zentralen Texte des literarischen Naturalismus. Zola zeigt darin:
•den Zusammenhang von Kapitalismus und moralischem Verfall
•die Spekulationswelle während der Pariser Modernisierung
•die Dekadenz der Oberschicht im Zweiten Kaiserreich
•psychologische und soziale Determination der Figuren
Die Stadt Paris wird dabei selbst zu einer Figur: Baustellen, neue Boulevards und luxuriöse Salons bilden den Hintergrund für eine Gesellschaft, die sich – wie in einer Treibjagd – auf Beute stürzt.