Leonora
Realistisches Frauenporträt einer Kaufmannsfamilie im Staffordshire des englischen Industriezeitalters
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- $1.99
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Publisher Description
In „Leonora“ entwirft Arnold Bennett ein präzises Gesellschafts- und Psychogramm, das die Spannungen zwischen individueller Sehnsucht, sozialer Erwartung und ökonomischer Wirklichkeit im England der frühen Moderne sichtbar macht. Mit seinem charakteristisch realistischen Stil, der genaue Milieubeobachtung mit subtiler Ironie und psychologischer Durchdringung verbindet, verfolgt Bennett die Entwicklung einer weiblichen Figur, deren Lebensweg von Ehrgeiz, Enttäuschung und Anpassung geprägt ist. Der Roman steht im Kontext des englischen Edwardianismus und jener erzählerischen Tradition, die das Alltagsleben der Provinz als Schauplatz tiefgreifender moralischer und sozialer Konflikte ernst nimmt. Arnold Bennett, einer der bedeutenden Chronisten der „Five Towns“, schöpfte aus seiner Herkunft aus Staffordshire, seiner journalistischen Schulung und seiner genauen Kenntnis der englischen Mittelklasse. Seine Werke kreisen häufig um Arbeit, Status, Ehe und das stille Ringen um Selbstverwirklichung; „Leonora“ fügt sich überzeugend in diese Interessen ein. Bennetts Blick ist weder sentimental noch herablassend, sondern geprägt von analytischer Nüchternheit und einem ausgeprägten Verständnis für die formende Kraft sozialer Umstände. Dieses Buch empfiehlt sich besonders Lesern, die den klassischen englischen Realismus, differenzierte Frauenfiguren und die feinen Mechanismen sozialer Beobachtung schätzen. „Leonora“ belohnt mit erzählerischer Klarheit, historischer Dichte und einer Einsicht in die Bedingungen bürgerlichen Lebens, die weit über ihre Entstehungszeit hinaus relevant bleibt.