Tibetisches Feuer
Shan ermittelt. Roman
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Publisher Description
Manchmal tut die Wahrheit nicht nur weh – sie brennt. Shan, der ehemalige Ermittler, und der Mönch Lokesh leben vogelfrei in Tibet. Als man sie verhaftet, rechnen sie mit einer Anklage wegen Widerstands gegen die chinesischen Besatzer. Dann jedoch stellt Shan fest, dass er ausgewählt worden ist, um die Selbstverbrennungen von Tibetern zu untersuchen. Eine riskante Aufgabe – sein Vorgänger ist ermordet worden. Als Shan erkennt, dass eine Selbstverbrennung in Wahrheit ein Mord war, erwächst ihm ein mächtiger Feind: Pao, der Chinese, der Tibet beherrscht, spielt sein ganz eigenes tödliches Spiel ...
Ein Spannungsroman, der Türen in eine besondere Welt öffnet: Shan ist weise wie ein Mönch und ermittelt wie ein Meisterdetektiv.
Customer Reviews
Quite expensive this book here on iTunes ...
"Tibetisches Feuer", den 8. Band der Reihe um den Mönch Shan Tao Yun von Eliot Pattison habe ich in einer Leserunde gelesen. Shan untersucht mysteriöse Selbstverbrennungen in Tibet und bekommt es dabei mit einem mächtigen Feind zu tun, mit Pao, dem "Kaiser von Tibet". Shan sieht bald ein, dass man auch seinen Freunden nicht immer trauen kann und sie bisweilen Geheimnisse hüten, Geheimnisse, die tödlich sein können ...
Ich tue mich unheimlich schwer, dieses Buch zu bewerten. Mir hat es sehr gut gefallen, dass Pattison auf die tibetische Kultur eingegangen ist. Das Buch übt offen Kritik an den Zuständen in Tibet, einer Region die von den Chinesen erobert wurde und seit mehr als 50 Jahren gewaltsam unterdrückt wird. Dabei geht der Autor sehr auf die Kultur der Tibeter ein, die ein sehr spirituelles Volk sind und den gewaltlosen Widerstand predigen. Ich habe die Szenen die von tibetischen Bräuchen handelten mit großem Interessen gelesen.
Aber ich muss auch Kritik an dem Buch üben. 2/3 des Buches hatte ich extreme Schwierigkeiten mit dem Buch. Ich konnte die Personen nicht einordnen und hatte keine Ahnung, wer nun wer war und was für eine Aufgabe diese Person hatte. Die unbekannten Namen taten ein Übriges, auch wenn ich schon an Bücher mit asiatischen Namen gewöhnt bin. Das Buch hat mich ein bisschen gefrustet und ich glaube, wäre es der erste Band der Reihe gewesen, wäre es mir vielleicht besser ergangen. Man kann die Bücher bestimmt unabhängig voneinander lesen, allerdings ist es sicher von von Vorteil, wenn man die anderen Bände vor diesem Buch gelesen hat. Dann ist man vielleicht eher auf den Schreibstil des Autors vorbereitet.
Ich will das Buch wirklich nicht verteufeln, vielleicht lag bei mir das Unverständnis auch daran, dass ich den ersten Teil fast eine Woche vor dem Rest des Buches gelesen habe (ich musste das Buch dann einmal angefangen doch wieder beiseite legen). Die anderen in der Leserunde hatten mit den Namen weniger Schwierigkeiten, aber ich habe mich damit sehr schwer getan, schon mit den ganzen Ämtern - Genosse, Vizegeneralsekretär usw.
FAZIT: Shan ist ein Ermittler, der nicht immer auf die herkömmliche Weise vorgeht. Auf Beweise kann er sich kaum stützen, da in Tibet ganze Fallakten manipuliert oder gelöscht/erstellt werden, von Fällen die es vielleicht niemals gegeben hat. Er ist zwar selber Chinesen, aber loyal den Tibetern gegenüber. Seine Methode zu ermitteln ist sehr spirituell und er Shan ist kundig im tibetischen Buddhismus. Sein Freund Lokesh repräsentiert den spirituellen Tibeter, der gewaltlos demonstriert aber im Stillen sehr unter der Unterdrückung und dem Verschwinden seiner Kultur leidet. "Tibetisches Feuer" ist ein hochkomplexes Buch mit vielen überraschenden Wendungen un einem emotionalen Ende, das mich überrascht hat.
Wenn ihr schon einige Bände der Reihe um Shan gelesen habt, dann werdet ihr sicher gut mit dem Buch zurechtkommen und eure Freude damit haben. Ein Muss für Fans von Shan Tao Yun. Solltet ihr die Reihe aber noch nicht kennen, so würde ich euch eher den ersten Band ans Herz legen, bevor ihr euch an dieses Buch heranwagt.
Von mir gibt es (subjektive) 3 von 5 Sternen. Die Handlung hat mich überzeugt, aber mit dem Schreibstil habe ich mich eher schwer getan. Die Verwirrung, die durch die vielen Personen entstanden ist, hat den Lesegenuss leider getrübt und ich konnte der Handlung nicht so gut folgen. Den ersten Band von dieser Reihe würde ich sehr gerne lesen, einen anderen auch, da ich mittlerweile an den Schreibstil gewöhnt habe. Vielleicht nicht meine allererste Wahl auf meinem SuB, aber auf jeden Fall noch im Rennen.