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Beschreibung des Verlags

Exi, immunde spiritus, et da locum spiritui sancto! (Fahre aus, Du unreiner Geist, und gib Raum dem heiligen Geist ! )1 Dies ist die älteste überlieferte kirchliche Exorzismusformel aus dem 7./8.Jahrhundert n. Chr., der vor dem Taufakt in der Regel dreimal gesprochen wurde. Besessenheit und Exorzismus waren noch bis in das 19. Jahrhundert hinein Bestandteil der abendländisch-christlichen Alltagskultur. Besessenheit gilt heute als eine aus einem religiös-mythologischen Weltbild entstandene Interpretation von bestimmten psychischen Krankheitsbildern; Exorzismen als überholter christlicher Ritus. Aber wie war das Verhältnis zum Exorzismus im Mittelalter? Finden wir gar im Redentiner Osterspiel einen Exorzismus? Im ersten Teil dieser Arbeit stehen grundlegende, religionswissenschaftliche Definitionen im Vordergrund, damit eine einheitliche Sprache in der Diskussion vorherrscht. Außerdem soll geklärt werden, wie der Glaube an Besessenheit in der christlich-abendländischen Kultur entstand und wie sich Besessenheit und Exorzismus im mittelalterlichen Alltag darstellten. Außerdem sollen der Verlauf einer Besessenheit und eines Exorzismus dargestellt, sowie die wissenschaftlichen Erklärungen aus heutiger Zeit für das Phänomen Besessenheit aufgezeigt werden. Im zweiten Teil möchte ich einen kurzen Überblick über die mittelalterlichen Osterspiele geben und auf die Bedeutung bzw. den Bedeutungswandel bezüglich der Zuschauer2 eingehen. Denn anders als Theater heute war das mittelalterliche Drama eine 'dramatisch-szenische Darstellung geistlicher Stoffe, welche Belehrung bezweckt' 3. Im dritten Teil wird dieses Wissen auf ausgewählte Szenen des Redentiner Osterspiels angewendet und es soll überprüft werden, ob dort ein Exorzismus (oder mehrere Exorzismen) vollführt werden und wie die Forschung diese wichtige Thematik behandelt hat.

GENRE
Belletristik und Literatur
ERSCHIENEN
2003
14. Juli
SPRACHE
DE
Deutsch
UMFANG
44
Seiten
VERLAG
GRIN Verlag
GRÖSSE
487.7
 kB

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