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Beschreibung des Verlags

Die kunstvoll gewobene Geschichte zweier Reisen – die eine führt nach Kairo, die andere in das Innere eines gescheiterten Menschen.

Dies ist die wahre Geschichte von Werner Munzinger, der 1852 auszieht, um die Sklaverei in Afrika abzuschaffen, während sein Vater im heimatlichen Olten vom bürgerlichen Revolutionär zum Finanzminister avanciert. Als Händler und Forschungsreisender zieht Werner Munzinger nach Kairo und ans Rote Meer, macht sich auf in die unwegsamen Gebirge Abessiniens, den sagenumwobenen Nilquellen entgegen.
Er heiratet und wird Bauer, verwickelt sich in Kriege und Intrigen, und gegen seinen Willen steigt er auf zu Reichtum, Macht und Ehre.

Dies ist aber auch die Geschichte des Reporters Max Mohn aus Olten, der, unzufrieden mit seinem Leben in der Provinz, 150 Jahre später aufbricht, um die Spuren des Werner Munzinger Pascha im Wüstensand aufzuspüren.

GENRE
Belletristik und Literatur
ERSCHIENEN
2012
1. Januar
SPRACHE
DE
Deutsch
UMFANG
162
Seiten
VERLAG
Dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
GRÖSSE
4.4
 MB

Kundenrezensionen

Tristan104 ,

Mit grobem Skizzenstrich

Capus stellt sich mit geübten Handgelenk der Herausforderung das faszinierend abenteuerliche Leben des Werner Munzinger In einer romanhaften Erzählung sinnlich und emotional fasslich nachzuerzählen. Wie es die Vorliebe unserer Zeit ist lässt er dazu parallel eine in unserer Gegenwart verankerte Handlung entstehen, die vielleicht gerade in ihrer all zu zaghaften Anknüpfung an den eigentlich betitelten Stoff uns vielleicht zwischen den Zeilen mitteilen will, dass die Zeit Werner Munzingers schon sehr lange und endgültig vorüber ist.

Ich folge ihm und seinem mal journalistischen mal, unmerklich und deswegen wunderbar, in die poetische Prosa wechselnden Stil dabei gerne und doch fehlt mir etwas, um völlig in den Stoff „einzutauchen“. Ich denke, es ist der Kampf mit einerseits dem kürzenden Rotstift und andererseits dem zwischen Dichtung und Wahrheit der doch unterschwellig zu spüren ist, der mich eine gewisse Distanz zur Handlung nicht überwinden lässt.

11 Jahre später, 2007, greift Capus das Sujet mit dem Roman „Eine Frage der Zeit“ noch einmal feiner und poetischer ausgezeichnet mit einem Wort „ packender“ auf.

Guillaume

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