Gefangen
Descripción editorial
Claire
Am Montag war ich glücklich. In Sicherheit. Am Dienstag eroberte ein brutaler, entflohener Häftling mit einem Heer fanatischer Anhänger die mächtigste Stadt der Welt … und Frauen wie ich mussten untertauchen.
An den Mauern der Zitadelle baumeln die Leichen der einstigen Machthaber. Shepherds Gefolgsleute schüren das Chaos auf den Straßen.
Ich hungere. Meine Freundinnen leiden.
Nur weil ich ihnen unbedingt helfen wollte, wagte ich mich in die Zitadelle. Eine völlig unbedeutende Frau in Lumpen, verzweifelt genug, Shepherd höchstpersönlich um Essen anzubetteln.
Alles ging schief. Jetzt bin ich in seinen Privatgemächern eingesperrt. Er hat mich für sich beansprucht. Und ich erfahre, dass er meine Freundinnen seinen Soldaten ausliefern will.
Doch er weiß nicht, wo sie sich verstecken.
Und ich werde es ihm niemals verraten.
Shepherd
Ich wurde im unterirdischen Gefängnis von Thólos geboren, aus dem es kein Entkommen gibt. Bin in der Finsternis aufgewachsen. Zu etwas geformt, das niemand aufhalten kann.
Jetzt habe ich die Stadt erobert, die mich erschaffen hat.
Und während ich ihre Bewohner unter meinen Stiefeln zermalmte, fand ich etwas Unschuldiges … mein Weibchen, mitten in diesem Abschaum. Ich zog sie aus dem Dreck und sperrte die Schönheit dort ein, wo der Krieg ihr nichts anhaben kann.
Bei mir ist meine Gefährtin sicher. Vollkommen sicher.
Umsorgt. Aus meiner Hand gefüttert. In Seide gehüllt.
Ich weiß, wo ich sie berühren muss, was ich ihr zuflüstern muss und wie ich ihr jene Erlösung verschaffe, die sie ebenso sehr verabscheut wie ersehnt. Und wenn sie vergisst, wo ihr Platz ist, genügt ein einziges Knurren, um sie vor Verlangen nach mir vergehen zu lassen.
Ich umwerbe sie. Bringe ihr bei, was sie zu lernen hat.
Und ich stelle Forderungen. Zum Beispiel will ich wissen, wo sich die anderen kostbaren Weibchen verstecken.
Meine sture, bezaubernde Braut weigert sich, mir das Versteck ihrer Freundinnen zu verraten. Doch ewig kann sie dieses Geheimnis nicht bewahren. Meine Soldaten verdienen Gefährtinnen, die ebenso wunderbar sind wie meine.
Und Claire wird noch lernen, dass ich Mittel und Wege kenne, sie zum Reden zu bringen. Keines davon hat etwas mit Schmerz zu tun.
Sie wird schreien. Und umso süßer wird es sein, wenn ich sie dazu bringe, ihrem Volk die Treue zu brechen und sich stattdessen ganz mir hinzugeben.
"Schonungslos rau und herrlich versaut: Die düstere, erbarmungslose Geschichte von Shepherd und Claire trifft einen wie ein Schlag in die Magengrube!"
— Anna Zaires, New-York-Times-Bestsellerautorin