Depression und Burnout loswerden

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Beschreibung des Verlags

Endlich raus aus dem Dunkel der Depression

Falsche Ernährung, falsche Medikamente, falsches Denken sind nur einige der oft überraschenden und unterschätzten Ursachen für die meisten Formen von Depressionen, Burnout und Angsterkrankungen. Klaus Bernhardt zeigt anhand neuester Forschungen, dass es sich bei diesen Krankheiten oft um psychische und körperliche Reaktionen auf Mangelerscheinungen und Stresssituationen handelt. Äußerst zugänglich erklärt er die im Körper ablaufenden Prozesse und gibt unzählige praxiserprobte Tipps sowie leicht umsetzbare Maßnahmen an die Hand, was Betroffene tun können, um sich mit einfachen Mitteln schnell und dauerhaft von ihren Leiden zu befreien.

GENRE
Sport
ERZÄHLER:IN
KB
Klaus Bernhardt
SPRACHE
DE
Deutsch
DAUER
07:25
Std. Min.
ERSCHIENEN
2019
20. Mai
VERLAG
Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
GRÖSSE
333
 MB

Kundenrezensionen

C. Ivory ,

Finger weg

Ich bin normalerweise nicht der Typ der Rezessionen schreibt, aber hierzu möchte ich was sagen. Der Schreibstil ist einfach und gut zu verstehen. Der Inhalt ist eine Enttäuschung. Für Burnout mag es hilfreich sein, das kann ich nicht beurteilen.
Was das Thema Depression angeht hat der Autor meiner Meinung nach das Wesen der Erkrankung nicht verstanden.
Da ist es ja eben nicht so, dass man einfach die Umstände ändert und dann ist die Depression weg. „Einfach nur eine kleine Veränderung vorzunehmen“ und dann ist die Depression weg - diese Hoffnung depressiven Menschen zu geben finde ich widerwärtig.

Der Autor steht insbesondere den Medikamenten kritisch gegenüber und eine kritische Haltung ist hier sicherlich richtig und notwendig. Er begründet diese Haltung aber u.a. dadurch, dass sich die Medikamente auf Neurotransmitter beziehen, es jedoch keinen messbaren Wert an Neurotransmittern gibt, bei dem eine Depression auftritt oder nicht. Das heißt jedoch im Umkehrschluss nicht, dass Medikamente die den Neurotransmitterhaushalt verändern nicht wirken. Gerade so ist man ja überhaupt auf die Serotonin Hypothese gekommen - man hat zufällig bemerkt, dass ein Wirkstoff der den Serotoninhaushalt im Gehirn beeinflusst depressiven Menschen geholfen hat. Aus dem Grund wurde an diesem Punkt weiter geforscht. Die Medikamente die uns momentan zur Verfügung stehen sind sicherlich nicht in jeder Hinsicht befriedigend, aber zum aktuellen Zeitpunkt halt immer noch das Beste was wir zur Verfügung haben. Sicherlich besteht hier ein zu viel an Verschreibungen, insbesondere bei Menschen wo keine „echte“ Depression vorliegt sondern wirklich zB einfach die Lebensumstände geändert werden müssen. Deshalb aber grundsätzlich davon abzuraten finde ich falsch und auch gefährlich. Für viele Menschen sind Antidepressiva ein Segen und bringen sie überhaupt so weit aus der Depression dass zB eine Psychotherapie möglich ist.
Es stimmt außerdem nicht, dass Antidepressiva die Suizidalität erhöhen. Die Suizidalität ist vor den Medikamenten schon da. Viele Antidepressiva erhöhen den Antrieb. Aber eben grundsätzlich. Den Antrieb wieder schöne Dinge zu machen aber auch den Antrieb für einen Suizid. Deswegen gibt man Medikamente bei schwer erkrankten und suizidalen Menschen ja auch in einem stationären, beschützen Rahmen. Nach einigen Wochen sinkt das Risiko für Suizidialität unter Anridepressiva wieder auf das Ausgangslevel oder darunter.

Auch die Passage mit den Assistenzärzten, die ja Zugang zu Antidepressiva haben aber überdurchschnittlich häufig an Depression erkranken - da ist mir fast übel geworden. Nur weil Ärzte Zugang zu Medikamenten haben heißt das doch nicht, dass sie diese auch automatisch nehmen?! Mit dieser „Statistik“ zu begründen, dass Medikamente nichts bringen ist einfach lächerlich.

Was ich auch falsch find ist zu sagen, dass wir mit Neurotransmittern keinen messbaren wissenschaftlichen Wert haben, jedoch viele andere Parameter kennen, die Depressionen auslösen wie zB ein Vitaminmangel. Es ist nicht erwiesen ob ein Vitaminmangel eine Depression an sich auslösen kann. Man hat lediglich festgestellt, dass bei depressiven Menschen häufig ein Mangel an manchen Nährstoffen vorliegt. Das bedeutet aber nicht, dass der Mangel an sich dafür verantwortlich ist. Es kann genauso gut sein, dass der Mangel durch die Depression entsteht, weil man zB keinen Antrieb mehr hat sich ausgewogen zu ernähren.

Lächerlich finde ich auch den Rat 2 Wochen lang auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten und sich so durch mögliche Unverträglichkeiten „durchzuprobieren“. Jemand der wirklich depressiv ist, wird dazu niemals in der Lage sein. Die Aufgabe erscheint viel zu groß und setzt außerdem voraus, dann man den Glauben hat, die Symptome könnten durch irgendetwas besser werden. Depression zeichnet sich ja insbesondere dadurch aus, dass man eben NICHT daran glaub dass sich jemals wieder etwas an dem Zustand ändern könnte. Wie soll so jemand ein ausgeklügeltes Ernährungssystem über Monate durchhalten, wenn es gesunde Menschen häufig nicht einmal schaffen eine schlichte Diät einzuhalten?

Alles in allem finde ich das Buch weder fachlich richtig, noch wissenschaftlich tragbar und auch in keiner Weise hilfreich für Menschen, die einen Weg aus der Depression suchen.

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