Das Narrenschiff
Roman Eine epische Erzählung der DDR und ihrer Bürgerinnen und Bürger – von der Staatsgründung bis zum Mauerfall
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3,8 • 32 Bewertungen
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- 23,99 €
Beschreibung des Verlags
In seinem fulminanten Gesellschaftsroman lässt Christoph Hein Frauen und Männer aufeinandertreffen, denen bei der Gründung der DDR unterschiedlichste Rollen zuteilwerden. Er begleitet sie durch die dramatischen Entwicklungen eines Staates, der als das bessere Deutschland gelten wollte und nach 40 Jahren nahezu spurlos verschwand.
Sind die Menschen, die dort einmal lebten, dem Vergessen anheimgefallen und ihre Träume nur ein kurzer Hauch im epochalen Wind der Zeitläufte? Christoph Hein lässt sie zu Wort kommen: überzeugte Kommunisten, ehemalige Nazis, verstrickte Funktionäre, kritische Intellektuelle, Schuhverkäufer, Kellner, Fabrikarbeiter, Hausmeister, auch einen hohen Stasi-Offizier. Doch zunehmend erleben sie die neue Gesellschaft als ein Narrenschiff, dessen Kurs auf immer bedrohlichere historische Klippen zusteuert. Mit scharfem Blick und literarischer Kraft zeichnet Hein ein facettenreiches Panorama zwischen Ideologie, Anpassung und stillem Widerstand.
APPLE BOOKS-REZENSION
Komplexität statt Klarheit: Die Reise auf diesem „Narrenschiff“ nimmt uns mit auf eine Irrfahrt durch die Ambivalenzen und Widersprüche der DDR, die nicht spannender sein könnte. Dass die literarisch anspruchsvolle Chronik einer vielschichtigen Gesellschaft ohne reißerische Enthüllungen oder Heldengestalten auskommt, macht die Hoffnung und Resignation der Menschen regelrecht spürbar. Kaum ein anderer Roman der Gegenwartsliteratur bildet den inneren Zerfall Ostdeutschlands so differenziert ab.
Kundenrezensionen
Gute Recherche, schlechte Kolportage
Gut recherchiert, aber ein grauenhafter Schreibstil. Die Figuren wirken leblos, bekommen kaum Tiefe. Eine historisch durchaus fundierte Reportage, aber sonst eine ermüdende Kolportage