Das Pferd im Brunnen Das Pferd im Brunnen

Das Pferd im Brunnen

«Eine wunderschöne, poetische Sprache ... ein Buch, das zu lesen sich lohnt.» Elke Heidenreich, WDR

    • 2,0 • 1 Bewertung
    • 9,99 €

Beschreibung des Verlags

Alles beginnt in einer kleinen Wohnung mit Schaukelstuhl in einem russischen Kurort bei Kasan, in dem einst Stalin seine Sommer verbrachte. Hierhin kehrt Walja nach dem Tod ihrer Großmutter Nina zurück. Walja begibt sich auf Spurensuche, versucht zu verstehen, wo sie selbst herkommt. Sie erinnert sich an die Frauen, mit denen sie aufwuchs, grundverschieden, aber einig in ihrer Abscheu gegen jede Abhängigkeit: Da ist die Urgroßmutter Tanja, die Walja als Kind in einer gefährlichen Nacht-und-Nebel-Aktion taufen ließ. Und natürlich Nina mit dem zielstrebigen Gang und dem koketten Kirschmund, die notorisch log und alle um sie herum einen Kopf kleiner werden ließ. Doch sie hatte auch ganz andere Seiten. Und erst viel später erfährt Walja von Ninas hartem Schicksal, von dem sie nie sprach … Walja, die zwischen den Welten lebt, zwischen einem norddeutschen Dorf an der B77 und der Wohnung ihrer Kindheit in Kasan, erkennt immer mehr, wie tief sie diese Leben geprägt haben.

Valery Tscheplanowa ist eine starke neue Stimme. In ihrem autobiographisch inspirierten Roman findet sie ihre ganz eigene leuchtende, bildstarke Erzählweise, intensive Momentaufnahmen fügen sich zu einer großen Geschichte über vier starke Frauen im Russland des 20. und 21. Jahrhunderts.

GENRE
Belletristik und Literatur
ERSCHIENEN
2023
15. August
SPRACHE
DE
Deutsch
UMFANG
192
Seiten
VERLAG
Rowohlt E-Book
ANBIETERINFO
Holtzbrinck Buchverlage GmbH
GRÖSSE
4,4
 MB

Kundenrezensionen

Hulstig ,

Keine Empfehlung

Rein äußerlich war ich sofort angetan von dem Buch: Der Klappentext vielversprechend, erwartete ich mir Einblick in das russische Leben von vier Generationen starker Frauen. Das bunte und sehr schöne Cover sprach für sich.

Leider war die zugesagt starke neue Stimme für mich nur schwer verständlich. So las sich das erste Kapitel noch aus der Ich-Perspektive der jüngsten Generation Walja. In den darauffolgenden aus der Sicht der ältesten Tanja, diese spricht in der dritten Person von sich. Sie berichtet, dass sie von ihrer Tochter Nina im hohen Alter in die Stadt umgesiedelt und tagsüber mit Windel versehen in ein Zimmer gesperrt wird. Überhaupt geht die Familie sehr hart miteinander um.
Einen solchen Blick in die russische Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts hatte ich mir nicht erwartet. Der sachliche Ton hat mich nicht erreicht und die Handlung wurde durch die nüchterne Beschreibung für mich nicht greifbar.

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