Der Große
Friedrich II. von Preußen
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Beschreibung des Verlags
Inszeniert, glorifiziert, mystifiziert - Wie war Friedrich II. wirklich?
Friedrich der Große faszinierte die Deutschen schon immer. Über seine Kriege, über Werk und Wirkung des kunstsinnigen Preußenkönigs wurde schon viel geschrieben. Jürgen Luh aber zeigt auf eine frische, andere Art, wie Friedrich dachte und wofür er lebte: Der König wollte unbedingt als "der Große" in die Geschichte eingehen. Die Quellen, die der Philosoph auf dem Thron uns hinterlassen hat, offenbaren einen Menschen mit großen Talenten – und ebenso großen Schwächen.
Friedrich II. (1712–1786) erstrebte vor allem eines: Ruhm! Ein Großer wollte er sein unter den Herrschern Europas und vor der Geschichte. Das hat er geschafft – die Nachwelt verklärte ihn, man errichtete dem "Alten Fritz" zahlreiche Denkmäler und glorifizierte ihn in Büchern und Filmen.
Der Friedrich-Kenner Jürgen Luh zeichnet zum 300. Geburtstag ein neues Bild des Preußenkönigs. Manch lieb gewordene Vorstellung wirft er dabei über Bord, doch entschädigt er uns mit einem einfühlsamen Porträt des Menschen Friedrich. So begegnet uns in diesem Buch kein Held, sondern ein faszinierender Herrscher des 18. Jahrhunderts, dessen Leben und Wollen der Autor ebenso kenntnisreich wie amüsant vor uns ausbreitet.
Kundenrezensionen
Bedingt zur Einführung geeignet
Zunächst sollte man erwähnen, dass es sich bei diesem Buch nicht um eine Biografie der Persönlichkeit Friedrichs des großen Handels. Es handelt sich vielmehr um eine Art der psychologischen Studie, die sich mit ausgewählten Aspekten der Persönlichkeitsstruktur Friedrichs befasst.
Das müsste das Buch nicht unbedingt weniger interessant machen und es liest sich übrigens auch flüssig und spannend. Als ausgesprochen unangenehm empfand ich jedoch die persönliche Agenda des Autoren, die dieser auf praktisch der gesamten Länge des Buches hartnäckig verfolgt.
Der Autor ist davon überzeugt, dass weite Teile des Bildes Friedrichs in der Öffentlichkeit falsch sind. Friedrich sei wieder sonderlich volksnah oder bescheiden gewesen, um nur zwei Beispiele zu nennen. Der Autor stellt den Monarchen stattdessen als Egomanen dar, der sich seiner öffentlichen Wirkung stets bewusst war und diese sein ganzes Leben lang gezielt zu beeinflussen trachtete. Von den oben genannten Charaktereigenschaften über seine persönlichen Beziehungen zu anderen Menschen und Familienmitgliedern bis hin selbst zur Bezeichnung "Friedrich der Große": all das und noch mehr wird vom Autor dargestellt als eine geschickte bis perfide PR-Masche. Hinter allem und jedem, was Friedrich sagt oder schreibt, vermutet der Autor nicht nur eine geheime Botschaft, die vor allem der Beeinflussung anderer Menschen dienen sollte: er ist sich dieser vollkommen gewiss. Diese Überzeugung prägt das gesamte Buch.
In meinen Augen steht in diesem Buch die Dekonstruktion des bisherigen Bildes von Friedrich des Großen zu sehr und zu penetrant im Vordergrund. Der Autor scheint eine ausgesprochen klar vorgefasste persönliche Meinung um jeden Preis durchsetzen zu wollen. Ich hätte mir etwas mehr Distanz zur Sache und mehr Ausgewogenheit gewünscht.