Die kurze Stunde der Frauen Die kurze Stunde der Frauen

Die kurze Stunde der Frauen

Zwischen Aufbruch und Ernüchterung in der Nachkriegszeit

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    • 18,99 €

Beschreibung des Verlags

Für keine Phase in der deutschen Geschichte wurden Frauen nachträglich mehr bewundert als für die Nachkriegszeit. Hinter dem Glorienschein sind ihre privaten Hoffnungen auf einen Neubeginn und die Freiheitsmomente zwischen Trümmern und Wiederaufbau verschwunden – aber auch die persönlichen Kosten der belastenden Lebensumstände und die Enttäuschungen über die alten Machtverhältnisse, die sich rasch wieder einstellten.
Die Historikerin und Autorin Miriam Gebhardt beschreibt das Lebensgefühl deutscher Frauen nach dem Zweiten Weltkrieg eindringlich, persönlich und mit viel Empathie. Dazu hat sie in bis dahin unerreichter Dichte die Selbstzeugnisse von Frauen ausgewertet und stellt konsequent deren Erleben in den Mittelpunkt. Sie zeigt, warum sich die meisten Frauen auch nach der Gründung der BRD und der DDR letztlich nicht aus alten Rollenmustern befreien konnten, wie es einigen gelang, neue Wege einzuschlagen – und wie diese Erfahrungen unser Familien- und Privatleben bis heute prägen.

GENRE
Geschichte
ERSCHIENEN
2024
13. Mai
SPRACHE
DE
Deutsch
UMFANG
256
Seiten
VERLAG
Verlag Herder
ANBIETERINFO
Libreka GmbH
GRÖSSE
3,7
 MB

Kundenrezensionen

Nadine579 ,

Frauenschicksale nach dem 2. Weltkrieg

„Die kurze Stunde der Frauen“ beleuchtet die Lebensrealität ausgewählter Frauen nach dem 2. Weltkrieg und stellt die Frage, wie viel Emanzipation diese Zeit wirklich bedeutet hat.

Neben dem Mythos der Trümmerfrauen thematisiert das Buch in acht weiteren Kapiteln, Themen wie die Rolle der Frauen während des Kriegs oder die Erwartungen der Gesellschaft und des Mannes nach dem Krieg an eine Frau insbesondere im Bezug auf ihre Mutterrolle und ggf. den Widerspruch zur Erwerbstätigkeit. Hierbei wird dann auch darauf eingegangen, welche Unterschiede es im Hinblick auf die Emanzipation in Ost und West gab und wie sich diese Unterschiede begründen lassen.

Dadurch dass Miriam Gebhard die verschiedenen Themen immer von dem Schicksal einzelner Frauen aus angeht, lässt sich das Buch wirklich gut lesen. Den ausgewählten Frauen ist allen ein anderes Schicksal widerfahren. Doch in ihrer Gesamtschau zeigen die Beispiele exemplarhaft, warum die Nachkriegszeit gar nicht so viel Fortschritt für die Frauen bedeutet hat, wie man auf den ersten Blick annehmen könnte. Hierbei ist das Buch aber lediglich eine erste Annäherung an das Thema, da insbesondere bei den Rückschlüssen auf die heutige Zeit eine vertieftere Analyse nötig gewesen wäre.

Für mein Empfinden bietet das Buch somit einen guten ersten Einblick auf verschiedene Lebenssituationen der Frauen nach dem 2. Weltkrieg, der an der ein oder anderen Stelle etwas vertiefter hätte ausfallen können.

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