Efficient Consumer Response (ECR) Efficient Consumer Response (ECR)

Efficient Consumer Response (ECR‪)‬

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Beschreibung des Verlags

Die ersten Überlegungen zum Thema ECR gibt es Anfang der 90er Jahre in den
USA. Dort steht der Lebensmittelhandel unter enormen Wettbewerbsdruck, die
Umsätze sinken, die Kosten steigen und ein Wachstum ist nicht abzusehen. Die
Hersteller und der Handel erkennen, dass man sich nur durch partnerschaftliche
Zusammenarbeit im Markt etablieren und seinen Platz festigen kann. Bisher hat man
eher gegeneinander als miteinander zusammengearbeitet, mit der Konsequenz, das
eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren: hohe Umsätze, Deckungsbeiträge und
die Steigerung des Konsums. 1
Dabei kündigt sich ein einschneidender Paradigmenwechsel an: Hersteller und
Handel bewegen sich von einem traditionell auf Misstrauen und Opportunismus
gründenden Verhältnis in Richtung partnerschaftlichen Verhaltens und gegenseitigen
Vertrauens. Zum Zweck einer höheren Effizienz geben beide Seiten vermehrt ihre
Unabhängigkeit auf und investieren in langfristige Partnerschaften.2 Im Zuge eines
sich verändernden Konsumentenverhaltens und verbesserter Technologien ist man
außerdem in der Lage, Daten vom POS für die Beschaffungsplanung heranzuziehen
(PULL) statt als Hersteller offensiv die Ware über Lager in die Verkaufsstellen des
Handels zu drücken (PUSH). Die Rede ist somit vom Wechsel der Push- auf die sog.
Pull-Strategie.3
Die Initiatoren des ECR in den USA sind das Food Marketing Institut (FMI) und die
Unternehmungsberatung Kurt Salmon Associates, die gemeinsam mehrere Hersteller
und Händler in Projekten an einen Tisch zusammenbringen. Die Ziele der
Projektteams sind u.a. die Verbesserung der Versorgungskette, die Veränderung der
Organisationsform, verbesserte Warenpräsentation, effiziente Produktentwicklung
und die Entwicklung von Techniken und Technologien zur Standardisierung der
Abläufe und zur Effizienzsteigerung.4 Die Ergebnisse wurden schließlich in einer Studie der Kurt Salmon Associates zusammengefasst. Demnach ist es im
amerikanischen Markt möglich, durch kooperative Zusammenarbeit zwischen
Hersteller und Händler, jährlich 10, 8 Prozent vom Bruttoumsatz einzusparen und
die Bestände um 41 Prozent zu senken. [...]

1 Vgl. Kilimann (1998), S. 5
2 Vgl. Brettschneider (2000), S. 3 ff.
3 Vgl. Liebmann / Zentes (2001), S. 597
4 Vgl. Kilimann (1998), S. 6 ff.

GENRE
Business und Finanzen
ERSCHIENEN
2004
30. Januar
SPRACHE
DE
Deutsch
UMFANG
27
Seiten
VERLAG
GRIN Verlag
ANBIETERINFO
Open Publishing GmbH
GRÖSSE
1,1
 MB
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