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Beschreibung des Verlags

Wenn sich junge Männer wie Robert Eckhold freiwillig zum Auslandseinsatz der Bundeswehr bewerben, dann oftmals mit dem Wunsch, einer sinnvollen Sache zu dienen. Im Buch Fallschirmjäger in Kunduz beschreibt Robert Eckhold aus der Sicht eines Soldaten einer Fallschirmjägereinheit der Bundeswehr seinen Einsatz im afghanischen Kunduz. Dass in diesem Einsatz neben Motivation und dem Wunsch, etwas verändern zu können auch Begriffe wie Zweifel, Verrat, Sinnlosigkeit, Tod und extreme traumatische Belastungen eine Rolle spielen sollten, ahnte Robert Eckhold vor der Abreise nach Afghanistan nicht. So beginnen auch die ersten Seiten des Buches in der Beschaulichkeit des rheinland-pfälzischen Zweibrückens, wo Robert Eckhold seinen Dienst als Soldat auf Zeit in einem Fallschirmjäger-Bataillon leistet. Da allerdings bereits einige Einheiten aus Zweibrücken im afghanischen Kunduz stationiert wurden, kommen bald schon die ersten Meldungen von gefallenen und verletzten Soldaten aus dem eigenen Kasernen-Umfeld. Dennoch entscheidet sich Robert Eckhold freiwillig für den Einsatz in der Krisenregion. Von der ISAF-Mission überzeugt, stellt er sich der Herausforderung mit der Sorglosigkeit eines noch vom Kampfeinsatz verschont gebliebenen Soldaten. Die einzelnen Schauplätze bei Tag und zur Nacht in Afghanistan formen ein Bild des ganz persönlichen, aber auch des bundesdeutschen Wirkens in der Region. Der Glanz des Auslandseinsatzes blättert für Robert Eckhold dann auch sehr schnell von dem mit politischen und multilateralen Ziel- und Friedensparolen übertünchten Gebildes der ISAF-Mission ab: Ein Feind, der oftmals nur dann zu sehen ist, wenn er sich inmitten von unschuldigen Menschen in die Luft sprengt. Afghanische Verbündete, die in Motivation, Ausbildung, Ausrüstung und Vertrauen zu wünschen übrig lassen. Das Wissen, eine Ausrüstung im Einsatz zu haben, die nicht allen Erfordernissen an die Sicherheit und den Schutz der eigenen Soldaten entspricht. Der mangelnde Rückhalt zu Hause, im Freundeskreis, in Medien und Organisation. Und letztlich auch das direkte Erfahren von Tod und Verletzung der eigenen Kameraden im Kampfeinsatz durch hinterhältige Anschläge. All das führt neben all den körperlichen und seelischen Wunden, denen sich deutsche Soldaten im und nach dem Auslandseinsatz stellen müssen, zu vielen ganz aktuellen innenpolitischen Fragen. Fragen - nicht nur von Soldaten - an die Sinnhaftigkeit der Verteidigung und Friedenssicherung Deutschlands im fernen Afghanistan. Aber auch Fragen an die langfristige Unterstützung all derer, die an solchen Friedensmissionen teilnehmen und Opfer hinterhältiger Anschläge und anderer traumatischer Belastungen werden. Um seine eigenen, im Buch ausführlich geschilderten traumatischen Erfahrungen aus Kampfeinsätzen zu verarbeiten, brachte Robert Eckhold viele Erlebnisse eindrücklich, bewegend und für den Leser sicher auch schockierend schwarz auf weiß in Buchform zu Papier. Damit will er nicht nur die Verarbeitung persönlicher Erlebnisse unterstützen, sondern der Öffentlichkeit - Interessierten wie auch Kritikern - die Möglichkeit geben, sich ein eigenes, reales Bild von den durch die Medien verbreiteten, aber oftmals nur unzureichenden Informationen vom Bundeswehreinsatz in Afghanistan zu machen. Zudem liegt dem Autor die positive Veränderung hinsichtlich der Unterstützung in der Bevölkerung für die deutschen Soldaten besonders am Herzen, die sich in der Heimat nach der Rückkehr von ihren Auslandseinsätzen oftmals mit herben Beschimpfungen wie Mörder, gesellschaftliche Versager oder Verschwender von Steuergeldern konfrontiert sehen.

GENRE
Biografien und Memoiren
ERSCHIENEN
2012
3. September
SPRACHE
DE
Deutsch
UMFANG
300
Seiten
VERLAG
Robert Eckhold
GRÖSSE
5
 MB

Kundenrezensionen

Ninipebb ,

Meinung

Um es kurz zu machen.
Wenn man die Art und Weise anderer kritisiert sollte die eigene auch hinterfragt werden.
Dieses ist im gesamten Buch nicht zu erkennen.

Im Leben der meisten Soldaten baut sich ein großes Ego auf. Dieses ist dem Beruf geschuldet und muss stückweise auch so sein.Ohne dieses würde der Alltag nicht zu überwinden sein.

Dir danke ich für deinen Einsatz in Afghanistan und wünsche dass du ein besserer Vorgesetzter wirst als wie du teilweise erfahren hast.

Konrad-1963 ,

Fallschirmjäger in Kunduz

Die Motivation des Autors, dieses Buch zu schreiben, war gewiss nicht, Soldaten zu erzählen, was sie schon längst wissen oder mittels Schilderungen von "Action" für helle Aufregung beim Leser zu sorgen. Das Buch soll Außenstehenden helfen, mehr Verständnis für die Soldaten zu haben und der Ignoranz gegenüber ihrem Berufsstand zu trotzen.
Für uns Eltern, Geschwister, Ehefrauen, Kinder, Freundinnen oder Freunde ist der Abschied das Letzte, bevor die monatelang andauernde Ungewissheit anbricht. Man malt sich Bilder aus, entwickelt die wüstesten Vorstellungen und springt vor Sorge fast im Dreieck. Tausend Fragen, die für lange Zeit unbeantwortet bleiben. Man will indirekt dabei sein, wissen, wie der Einsatz verläuft, der Alltag aussieht, wie man alles erlebt und was einen bewegt - nicht nur das erfahren, was die Medien berichten.
Mir persönlich wurde das Buch eine sehr große Hilfe, um meinen Sohn, der zurzeit seinen Dienst in Afghanistan leistet, innerlich begleiten zu können und zu verstehen, wie es ihm und seinen Kameraden geht, was sie erfahren und empfinden. Ich konnte beim Lesen, nicht zuletzt aufgrund des für den Laien verständlichen Schreibstils, so tief in Situationen eintauchen, dass ich das Gefühl hatte, dabei zu sein. Kurzum: "Fallschirmjäger in Kunduz" gibt uns Gelegenheit, Einblicke in den Dienstalltag unserer Soldaten zu nehmen, um ein wenig an Augenhöhe zu gewinnen, was es wirklich bedeutet, in Krisenregionen seinen Dienst zu tun. Sie alle haben unseren Respekt verdient!

skydriver-online ,

Super Buch

Jeder Soldat der als Offizier tätig ist und jeder Politiker der über Auslandseinsätze entscheidet sollte dieses Buch als Pflichtlektüre bekommen und lesen müssen. !!!!!!

Volle Kaufemfehlung von mir, danke
dem Autor für dieses Buch..

P.S. Leider konnte mein Vater das Buch nicht mehr lesen....er war im 2.Weltkrieg auch ein Fallschirmjäger.

Er hätte diese Buch verschlungen ....