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Beschreibung des Verlags

Wir erleben gerade einen Änderungsschub, in dem sich Nation, Religion und Egoismus bündeln. Politiker emotionalisieren Wähler mit nationalistischen, andere ausgrenzenden Parolen und haben Erfolg. Extreme Religionsgruppe terrorisieren ihre vermeintlichen Gegner. Gleichzeitig machen Mobilität und weltweite Kommunikation die Erde zu einem globalen Dorf. Da drängt sich bei uns bald 8 Milliarden eine ganz neue Sicht auf Kultur und Entwicklung auf. Eine neue Sicht, unvoreingenommen, global und grundlegend. Nicht mehr beschränkt auf Regionen, ihre Denktraditionen und Ordnungen. Die alten Kulturschranken müssen In unserer globalen und mobilen Welt rationalem Denken weichen. 


Darwins erkannte genial, dass alles Leben dem Prinzip Wachstum folgt. Ein Prozess aus dem Nichts, von einer zufälligen chemischen Verbindungen zur Naturvielfalt. Ein Produkt dieses Wachstums ist auch unser Verstand. Das bisher folgenreichste Steuerungsinstrument. 


Das Gehirn und sein späteres Produkt Denken entwickelten sich wie alle Naturelemente aus dem Nichts. Geistige Entwicklung wurde zur Fortschreibung und Erweiterung natürlicher Evolution. 

Der Verstand als sich allmählich herausbildende Fähigkeit, Gedanken zu konkretisieren. Denken aber bedeutet offenes Handeln. Als Folge entwickelte Idee nach Idee steuernde Werkzeuge. Bestattungen und eine schelklinger Venus waren solch frühe Ausdrücke menschlicher Ordnungsfindung. Spätestens mit dem lonetaler Löwenmann aber kommt Schwung in die geistige Ausrichtung. Eine geschnitzten Figur kombiniert aus wirklichem Löwen und wirklichem Menschen transportiert Unwirkliches, eine Idee, etwas Erfundenes. Dies zeigt, dass Fantasie Wirkung hat. Die Gruppen ließen sich damit beeinflussen, ja lenken. 


Aus mystischen Anfängen bauten Clevere weltweit und in Jahrtausenden immer komplexer werdende Mythen, Kulte und Religionen. Unsere effektivsten Lenkungsinstrumente, erfunden um den wachsenden Lebensbedingungen Rechnung zu tragen. Zuerst waren es Überlebensängste der Sammlerinnen und Jäger, dann die Siedlerzwänge und später die Zivilordnungen der Territorialreiche. Von Tierdämonen zu Sterngeistern und Parallelleben bis zu Götterkonstrukten und der Königsidee. Eine weitere folgenreiche Erfindung dieses Erfindungszyklus war das Ideal vom Gottesvolk. Eine Ordnungsidee, die uns zunehmend Schwierigkeiten macht. 


Die heute führende westliche Kultur gründet auf den Zyklus der sumerisch-semitischen Ordnungstradition. Vom Gilgamesch über Mose, Jesus bis zu Mohammed. Aufeinander aufbauende, genauer gesagt abschreibende, anpassende und erweiternde Lenkungsordnungen. Ob es die Geschichte vom Anfang war, von der großen Flut, vom Erzengel Gabriel als Allahbote und das göttliche spotlight auf die Kulterfinder, um nur einiges herauszugreifen, alles sind voneinander abgeschriebene Techniken. Mal waren eher Altruisten am Werk (Paulus oder die Buddhaerzähler), mal waren es Führungswillige (Moseerzähler, Mohammed). Alles waren Kulturwerkzeuge, die einer eindeutigen Lernkurve folgten. In langer Zeit aufeinander getürmte Lenkungsmärchen. 


Heute leben wir in Wirtschaftsordnungen, die viele Menschen schädigen. Dadurch radikalisiert sich die Welt gerade, greift zu alten, falschen Idealen zurück. Nationalismus und religiöser Fanatismus  blühen auf. Gleichzeitig erstarkt der naturausbeutende Egoismus. Diese Tatsachen sind eine Herausforderung für uns alle.

GENRE
Politik und Zeitgeschehen
ERSCHIENEN
2016
8. Januar
SPRACHE
DE
Deutsch
UMFANG
140
Seiten
VERLAG
Rudi Rembold
GRÖSSE
845.4
 kB

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