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Beschreibung des Verlags

Nach dem Untergang der Sowjetunion brauchte der Westen ein neues Feindbild. Osama Bin Laden lieferte es. 9/11 gab George W. Bush die Gelegenheit zu zwei Kriegen, die für alle Beteiligten desaströs ausgingen. “Feindbild Islam – Thesen gegen den Hass“ schildert prägnant und packend das Verhältnis der westlichen zur muslimischen Welt. Es zeigt die Ignoranz und Gefährlichkeit unserer Politik gegenüber dem Orient. Jürgen Todehöfer zieht die Bilanz von 50 Jahren Reisen in die muslimische Welt und zehn Jahren falscher Antworten auf die Herausforderung 9/11.

GENRE
Sachbücher
ERSCHIENEN
2011
1. September
SPRACHE
DE
Deutsch
UMFANG
64
Seiten
VERLAG
C. Bertelsmann Verlag
GRÖSSE
593.8
 kB

Kundenrezensionen

Sharjeel Sabir ,

Sehr sehr empfehlenswert

Es schafft die Vorurteile gegenüber die islamische bzw gegen den Islam ab. Herr Todenhöfer verreist in den islamischen Ländern seit über 50 Jahren und erzählt viele Fakten, die hier in Europa durch die Medien und durch die Politik verheimlicht, vertuscht oder einfach nicht erwähnt werden.
Einfach nur empfehlenswert.

Mjstrittmatter ,

Immer wieder der kulturelle Selbsthass der liberalen Linken...

Durchaus lesenswert, wenn auch sehr Geschichtslastig. Bin mir nicht sicher, dass alles aus einem historischen Kontext von 200 und mehr Jahren herzuleiten ist, vor allem unter Beachtung der sehr viel schlechteren historischen Bildung in der Region des mittleren Ostens. Verharmlosung der Grundideen des Christentums, Judentums und des Islams durch die übliche Verneigung vor religiösem Irrglauben.
Abgesehen davon auf der politischen Ebene durchaus korrekt und stellt vieles im Bezug auf Terrorismus richtig, der in seiner Form viel zu stark mit der orientalischen Welt assoziiert wird. Auch die vorgeschlagenen Lösungen auf diplomatischem Weg können richtig sein, sollten jedoch in ihrem realpolitischen Kontext gesehen werden. Ich halte eine auch militärische Hilfe des Westens bei der Beseitigung von Diktaturen und Verbrechern gegen die Menschlichkeit für vorschnell ausgeschlossen. Fälle wie Libyen scheinen, zu diesem Zeitpunkt, eine richtige Entscheidung gewesen zu sein und wären unter Befolgung der Thesen dieses Buches in dieser Form nicht getroffen worden. Ich halte die Idee auf Unterstützung von Revolutionen zu verzichten, aufgrund "bösen Blutes" der europäischen Geschichte für gefährlichen Selbsthass der westlichen Linksliberalen, als überzogenes Gegenteil und dabei doch nur umgekehrte Fortsetzung alter Rassentheorien.
Genauso wie es Blödsinn ist eine Überlegenheit der westlichen Rasse zu propagieren, gilt dies auch für die Nennung der "friedlichen" islamischen Menschen. Weiterhin dem Westen die Schuld dafür zu geben, dass Frauen in den arabisch/orientalischen Ländern unterdrückt werden ist ebenfalls lachhaft. Hier zeigt sich deutlich wie weit es mit der Toleranz gehen kann. Religion ist ganz klar ein Tragmittel solcher reaktionärer Strömungen überall in der Welt und ohne ein zurückdrängen religiöser Ideen und Praktiken mit gleichzeitiger, totaler Aufwertung der Frau in der Gesellschaft wird die muslimische Welt Opfer, dank ihrer Freiheit, überlegender Kulturen bleiben. Wenn es wir nicht sind, dann werden es eben die wirtschaftlich und kulturell schon wesentlich liberaleren Gesellschaften des fernen Ostens sein, die sich im Gegensatz zum mittleren Osten auf einer ganz anderen Ebene befinden.

Erto46 ,

Nicht schlecht !

Bin noch nicht ganz durch aber das was ich gelesen habe ist sehr gut !

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