Fräulein Mapp
Klatsch, Machtspiele und britischer Humor in der exzentrischen Kleinstadtgesellschaft der Zwischenkriegszeit
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- 1,49 €
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Beschreibung des Verlags
In »Fräulein Mapp« entwirft Edward Frederic Benson das feinmaschige Gesellschaftspanorama der fiktiven Kleinstadt Tilling, in der Beobachtung, Rivalität und soziale Strategie den Alltag bestimmen. Im Mittelpunkt steht Elizabeth Mapp, eine Meisterin der diskreten Intrige, deren Herrschaft über Klatsch, Etikette und symbolisches Kapital durch neue Nachbarn und veränderte Kräfteverhältnisse herausgefordert wird. Benson verbindet den Witz der englischen Gesellschaftskomödie mit präziser Milieubeobachtung; sein Stil ist elegant, ironisch und von subtiler psychologischer Zeichnung getragen. Der Roman steht damit in der Tradition der satirischen Sittenromane des frühen 20. Jahrhunderts und fängt die Nachwirkungen edwardianischer Sozialformen im Zwischenkriegsmilieu ein. Edward Frederic Benson, Sohn des Erzbischofs von Canterbury und Bruder der Schriftsteller Arthur Christopher und E. F. Benson, war tief in die Bildungs- und Kulturlandschaft des britischen Establishments eingebunden. Seine genaue Kenntnis provinzieller Hierarchien, gesellschaftlicher Rituale und der empfindlichen Mechanik von Prestige speist die Tilling-Romane sichtbar. Benson, selbst produktiver Romancier, Biograph und Erzähler des Übernatürlichen, schrieb mit der Autorität eines scharfen Beobachters, der soziale Komödie nie von menschlicher Verletzlichkeit trennt. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die feine Ironie, genaue Figurenzeichnung und die literarische Anatomie kleiner Gemeinschaften schätzen. »Fräulein Mapp« ist nicht nur ein amüsanter Roman über Eitelkeit und Macht, sondern auch eine kluge Studie darüber, wie Gesellschaft sich in Gesten, Blicken und scheinbaren Nebensächlichkeiten organisiert.