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Beschreibung des Verlags

Die Saga des Wikinger-Königs Harald Hardrada – seine Abenteuer und Kämpfe, seine Frauen und sein unbezwingbarer Ehrgeiz. Ein neuer Roman vom Erfolgsautor Ulf Schiewe

AD 1035: Beim Großfürsten der Rus hat sich Harald den Ruf eines siegreichen Söldnerführers erworben. Doch bei der Verteidigung Kiews gegen den Ansturm der Petschenegen werden seine Fähigkeiten auf eine harte Probe gestellt. Persönliche Verluste treiben ihn rastlos weiter, diesmal nach Konstantinopel, wo er es als Offizier der kaiserlichen Waräger bei jahrelangen Kriegszügen rund ums Mittelmeer zu einem beachtlichen Vermögen bringt. Doch eine Affäre mit der Kaiserin Zoe und der Neid seiner Konkurrenten bringen ihn ins Gefängnis.

Der 2. Band der historischen Saga um den Wikinger-König Harald Hardrada.
Die große Wikinger-Saga "Herrscher des Nordens" in Reihenfolge der Bände:
"Thors Hammer"
"Odins Blutraben"
"Die letzte Schlacht"

GENRE
Belletristik und Literatur
ERSCHIENEN
2017
24. November
SPRACHE
DE
Deutsch
UMFANG
496
Seiten
VERLAG
Knaur eBook
GRÖSSE
2
 MB

Kundenrezensionen

LoveHistory68 ,

Spannend und absolut lesenswert

Nach dem Buch „Thors Hammer“ ist „Odins Raben“ der 2. Teil von Ulf Schiewe‘s Roman-Trilogie „Herrscher des Nordens“, die die Geschichte von Harald Sigurdsson, dem späteren König von Norwegen im 11. Jahrhundert erzählt.
Der 2. Band hält vollumfänglich das, was der erste verspricht - bildgewaltig und spannend erzählt, so nah wie nur möglich am tatsächliche Geschehen. Die politischen und kulturellen Entwicklungen ab 1035 im Reich des Rus und in Byzanz geben Harald Sigurdsson eine deutliche Prägung und verhelfen ihm, das Handwerk eines Kriegers immer mehr zu vervollkommnen.
Somit formt sich allmählich die historische Person Harald Hardrada heraus, mit all seinen Stärken und Schwächen und so ambivalent, wie er als Mensch nun mal war. Ziel des Autors ist es nicht, Harald als Held zu verklären, sondern seinen Lebensweg nachzuzeichnen und dabei das Unbekannte so auszugestalten, dass es ein überzeugendes und stimmiges Gesamtbild ergibt. Dies ist Ulf Schiewe nach meinem Dafürhalten einwandfrei gelungen.

Nach über 5 Jahren als Söldner im Dienste des Großfürsten Jarisleif merken Harald und seine Freunde, dass sie irgendwie auf der Stelle treten, nicht mehr zufrieden sind und auch nicht das Geld verdienen können, dass sie für die Heimkehr nach Norwegen brauchen. Harald kann sich von dem Gedanken an die Krone Norwegens nie ganz lösen. Bisher siegt die Vernunft und er fühlt sich an das Versprechen, das er seinen Halbbruder Olaf gab, gebunden. Doch zunehmend manifestiert sich in ihm die Überzeugung, er sei der geeignete „Herrscher des Nordens“ und die Krone Norwegens stünde ihm zu.
Es ist also Zeit für eine Veränderung, auch um seinem Ziel näher zu kommen.
Mit der Verteidigung Kiews gegen die Petschenegen führt Harald eine letzte Schlacht im Dienste des Rus. Dieser Kampf verlangt ihm alles ab, sowohl sein strategisches Geschick als auch sein politisches Können werden auf eine harte Probe gestellt. Mehrfach trifft er unkonventionelle Entscheidungen und fordert das Glück heraus. Der Erfolg gibt ihm Recht - wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Dennoch steht der Kampf immer wieder auf Messers Schneide und bei einem anderen Ausgang, hätte er auch dafür die Verantwortung tragen und mit den Konsequenzen leben müssen.
Der Kampf fordert seine Opfer, auch Harald erleidet einen schweren persönlichen Verlust, der ihn an die Grenze dessen bringt, was ein Mensch verkraften kann.

Nun aber zieht es ihn und seinen Trupp fort, sie wollen nach Byzanz.
Dort geht es zunächst im Grunde genauso weiter wie bisher: Als Waräger kämpfen sie für den Kaiser gegen die Piraten und scheffeln dabei ordentlich Beute.
Waren die politischen Verhältnisse beim Rus noch vergleichsweise überschaubar, so gerät Harald in Konstantinopel zunehmend in den Strudel von Intrigen und Machenschaften. Eine Liaison mit Kaiserin Zoe wird zum gefundenen Fressen für die Mächtigen des Reiches, in deren Diensten sich auch sein alter Feind Sigurd Erlingsson wiederfindet. Auf den Fortgang dieses „privaten Krieges“ darf man ganz nebenbei auch sehr gespannt sein.

Neben der persönlichen Entwicklung von Harald, der an seinen Erfahrungen und Herausforderungen stetig in seiner Führungsrolle wächst, spielt auch die mittlerweile unumgängliche Auseinandersetzung mit dem Christentum eine zentrale Rolle. Auch wenn Harald den neuen Glauben ansich nach wie vor ablehnt, so erkennt er doch großes Potential für sich und sein Land, insbesondere in dem damit einhergehenden geballten Wissen sowie den technischen Errungenschaften, die das Leben der Menschen deutlich vereinfachen.

Am Ende des 2. Buches trifft Harald eine Entscheidung, die mir persönlich nicht gefällt und die ich so auch nicht erwartet habe. Da es aber nun mal genauso war, müssen wir auch damit zurecht kommen, wenn wir Harald wirklich kennenlernen wollen. Aber ich ahne nichts Gutes. Der 3. Band wird Aufklärung bringen.
Ausgesprochen clever ist es, diesen Moment der Entscheidung zum Cliffhanger werden zu lassen. Wohl dem, der mit dieser Trilogie erst beginnt, wenn alle Bücher bereits erschienen sind und man jeweils nahtlos im Folgeband weiter lesen kann...

Fazit: überzeugend, lesenswert und einfach Klasse!

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