Hilda Lessways
Eine junge Frau zwischen Provinzleben, sozialem Aufstieg und Selbstfindung im England der Jahrhundertwende
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- 1,49 €
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Beschreibung des Verlags
Mit „Hilda Lessways“ legt Arnold Bennett einen präzise beobachteten Entwicklungsroman vor, der das Leben einer jungen Frau im industriellen Milieu der englischen „Five Towns“ nachzeichnet. Das Werk verbindet sozialrealistische Genauigkeit mit psychologischer Feinzeichnung und untersucht Hildas Streben nach Selbstbestimmung innerhalb der Beschränkungen von Klasse, Geschlecht und provinzieller Moral. Bennett entfaltet seine Erzählung in einem nüchternen, zugleich eindringlichen Stil, dessen detailreiche Milieuschilderung und diskrete Ironie den Roman fest in die Tradition des spätviktorianischen und edwardianischen Realismus stellen. Arnold Bennett, selbst in Staffordshire geboren und mit den sozialen Strukturen der Potteries intim vertraut, schöpfte für sein Werk aus genauer Kenntnis regionaler Lebenswelten und bürgerlicher Aufstiegserfahrungen. Als Chronist des Alltags interessierte ihn weniger das Außergewöhnliche als die verborgene Dramatik gewöhnlicher Existenzen. Seine journalistische Schulung, seine Beobachtungsgabe und sein Interesse an gesellschaftlicher Mobilität erklären die außerordentliche Konkretion, mit der er Hildas Innenleben und ihr Umfeld gestaltet. Wer sich für die englische Gesellschaftsgeschichte, für Frauenfiguren zwischen Anpassung und Emanzipation und für die Kunst des realistischen Romans interessiert, wird in „Hilda Lessways“ eine lohnende Lektüre finden. Bennett bietet nicht nur ein eindrucksvolles Zeitbild, sondern auch eine kluge, anhaltend aktuelle Studie individueller Freiheit.