Allzu laute Einsamkeit
Eine Hymne auf das Lesen des großen tschechischen Autors 75 Jahre Bibliothek Suhrkamp
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- Erwartet am 30. Sept. 2026
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- 15,99 €
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Beschreibung des Verlags
Haňťa, Dichter wider Willen, steht seit 35 Jahren in einem stinkenden Keller in Prag und presst Altpapier zu Ballen. Zwischen blutigem Fleischereipapier, verbotenen Büchern und Lederbänden mit funkelndem Goldschnitt nimmt er all das in sich auf, was ihm in die Finger fällt: Sätze, Ideen, ganze Welten. Er liest, während er die Altpapierpresse bedient – und bewahrt so im Akt der Vernichtung die Essenz der Literatur. Doch die Zeit holt ihn ein: Moderne Maschinen, Effizienzdenken und eine sich verändernde Gesellschaft drohen seine stille, eigenwillige Existenz auszulöschen.
Hrabal erzählt mit melancholischem Humor und philosophischer Tiefe von der Würde des Einzelnen, von der Kraft der Literatur und vom Widerstand des Geistes gegen die Zumutungen der Wirklichkeit. Allzu laute Einsamkeit ist eine Hymne auf das Lesen – und zugleich eine berührende Meditation über Vergänglichkeit, Erinnerung und das Überleben der Seele in einer lärmenden Welt.