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Beschreibung des Verlags

Dieser Dokumentationsband enthält den gesamten noch erhaltenen Briefwechsel zwischen Johanna Tesch und ihrem Ehemann Richard und weiteren Mitgliedern der Familie. Er umfasst die Jahre 1909 bis 1945 und ist ein einzigartiges Zeitdokument der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.


Das Kernstück umfasst die Jahre 1919 bis 1924, den Zeitraum, in dem Johanna Tesch für die SPD als eine der ersten deutschen Frauen zunächst Mitglied der Deutschen Nationalversammlung in Weimar und dann des Deutschen Reichstags in Berlin war. Die Eheleute wechselten in der Zeit Hunderte Briefe und Postkarten, die einen detaillierten Einblick in die Lebensbedingungen und die politische Situation der ersten Jahre der Weimarer Republik vermitteln.


Im 1. Weltkrieg war der älteste Sohn an der Front. Den hoffnungsvollen Briefen der Eltern an ihn enden mit der Nachricht von seinem Tod. Im Nationalsozialismus musste der jüngste Sohn in die Schweiz fliehen. Der Briefwechsel der Eltern mit ihm ist vielfach mit Tusche zensiert.


1944 wurde Johanna Tesch verhaftet und starb am 13. März 1945 kurz vor ihrem 70. Geburtstag im KZ- Ravensbrück. Ihr Mann Richard Tesch versuchte verzweifelt bei Gestapo und Hitlers Staatskanzlei, die Freilassung seiner Frau zu erreichen. Er schrieb erschütternde Briefe an Johanna Tesch, selbst über ihren Tod hinaus, von dem er erst vier Monate später erfuhr.


Alle Briefe befinden sich als handschriftliche Originale im Institut für Stadtgeschichte in Frankfurt am Main. Erstmals wird dieser Briefwechsel als Transkription der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.


© Sonja Tesch und der Verein für Frankfurter Arbeitergeschichte e.V.

GENRE
Sachbücher
ERSCHIENEN
2021
27. Januar
SPRACHE
DE
Deutsch
UMFANG
659
Seiten
VERLAG
Epubli
GRÖSSE
7.7
 MB