Lesen und Vorlesen von (literarischen) Texten in der Schule Lesen und Vorlesen von (literarischen) Texten in der Schule

Lesen und Vorlesen von (literarischen) Texten in der Schule

    • 15,99 €
    • 15,99 €

Beschreibung des Verlags

Lesen wurde jahrhundertelang durchweg als Vorlesen praktiziert. Sowohl in der Antike als auch im Mittelalter war es selbstverständlich, dass, wenn öffentlich oder individuell gelesen wurde, dies grundsätzlich laut geschah.

Seit der frühen Neuzeit bildeten sich neue Formen des lauten Vorlesens heraus. Gemeint ist damit jenes Vorlesen, „das sich komplementär zum stillen Lesen in privatem Rahmen entwickelte und Formen einer intimen Geselligkeit und informellen Öffentlichkeit ausbildete.“

Im Barock entstanden so genannte literarische Zirkel, in denen sich die dort verkehrenden Autoren ihre Dichtungen gegenseitig laut darboten. Auf dieser Basis entwickelte sich zu Beginn des 17. Jahrhunderts eine eigenständige ästhetische Vortragskunst, die dazu diente, die Qualität der vorgetragenen Texte zu testen.

Beim Theater diente die Vorleseprobe den Schauspielern oder dem Regisseur in erster Linie als Auseinandersetzung mit dem Stück. All das geschah letztendlich vor dem Hintergrund, die deutsche Sprache zu pflegen, zu vereinheitlichen und hoffähig zu machen.
Eine selbstständige Vorlesekunst lässt sich erst um 1750 nachweisen.

Heute sind es vor allem die Schauspieler, die die Rolle des Vorlesers übernehmen und einem sich dafür begeisternden Publikum Texte meist schon verstorbener Autoren vortragen. Jedoch verhindern die seit den 20-er Jahren des 20. Jahrhunderts aufgekommenen Medien, wie Rundfunk, Fernsehen, Schallplatte, Tonband oder CD, die völlige Wiederbelebung der alten Tradition. Statt der öffentlichen Lesung gewinnen medienvermittelte Vorlesungen, wie zum Beispiel in Form des Hörbuchs, zunehmend die Oberhand.

Wie wichtig das Lesen und Vorlesen von und aus Büchern vor allem im Kindesalter ist, wird von verschiedenen Seiten immer wieder bestätigt, denn es regt nicht nur die Fantasie an, sondern fördert auch die individuelle sprachliche Entwicklung. Darüber hinaus wird Lesen als Basiskompetenz für lebenslanges Lernen angesehen. Um so alarmierender wirken die PISA-Ergebnisse, aus denen hervorgeht, dass die deutschen Mädchen und Jungen erhebliche Defizite im Bereich der Lesekompetenz aufweisen und zu 42 Prozent sehr ungern lesen. Da Kinder nicht als Leseratten geboren werden, ist es die Aufgabe der Familie und der Schule, und hier vor allem des Deutschunterrichts, sie zum Lesen zu motivieren und in ihnen die Freude am Lesen zu wecken.

GENRE
Nachschlagewerke
ERSCHIENEN
2009
3. Dezember
SPRACHE
DE
Deutsch
UMFANG
40
Seiten
VERLAG
GRIN Verlag
ANBIETERINFO
Open Publishing GmbH
GRÖSSE
189,9
 kB
Stress und Stressbewältigung bei Kindern und Jugendlichen Stress und Stressbewältigung bei Kindern und Jugendlichen
2005
Das Prinzip Hoffnung in den Kurzgeschichten von Wolfgang Borchert Das Prinzip Hoffnung in den Kurzgeschichten von Wolfgang Borchert
2012
Die Sonatenhauptsatzform. Eine Analyse des 1. Satzes der 3. Sinfonie "Eroica" Es-Dur op. 55 von Ludwig van Beethoven Die Sonatenhauptsatzform. Eine Analyse des 1. Satzes der 3. Sinfonie "Eroica" Es-Dur op. 55 von Ludwig van Beethoven
2005
Klassik-Adaptionen in Populärer Musik als Gegenstand des Musikunterrichts Klassik-Adaptionen in Populärer Musik als Gegenstand des Musikunterrichts
2009
Die Bedeutung der Textarbeit für den Schulaufsatz Die Bedeutung der Textarbeit für den Schulaufsatz
2009
"Herr Lehrer, ich habe ein Problem!" - Bedingungen für den erfolgreichen Umgang mit Konflikten in der Schule "Herr Lehrer, ich habe ein Problem!" - Bedingungen für den erfolgreichen Umgang mit Konflikten in der Schule
2006