Letzte Ehre Letzte Ehre

Letzte Ehre

Roman

    • 3,0 • 8 Bewertungen
    • 11,99 €
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Beschreibung des Verlags

Die siebzehnjährige Finja Madsen ist nach einer Party nicht nach Hause gekommen. Es gibt keine Zeugen, keine äußeren Anhaltspunkte dafür, was mit ihr passiert ist. Die Ermittlungen stecken fest. Oberkommissarin Fariza Nasri vernimmt Personen aus dem Umfeld der Vermissten, darunter auch den Freund der Mutter, Stephan Barig. In dessen Haus hat die Party stattgefunden, während er das Wochenende mit zwei Bekannten auf dem Land verbrachte. Barig gibt gewissenhaft Auskunft. Nasri hört zu, stellt Fragen – und ist sich mit einem Mal sicher, dass der Mann lügt. Doch hat er wirklich etwas mit dem Verschwinden der jungen Finja zu tun, oder verbirgt er etwas ganz Anderes?

Die Suche nach einem verschwundenen Mädchen wird mehr und mehr zu einem Horrortrip durch die Abgründe männlicher Machtfantasien und die Verwüstungen, die sie hinterlassen. Fariza Nasri gerät in einen Strudel der Gewalt, der sie immer weiter mitreißt, bis sie darin zu ertrinken droht. Ein packender, schmerzhafter und düsterer Roman.

GENRE
Krimis und Thriller
ERSCHIENEN
2021
10. Mai
SPRACHE
DE
Deutsch
UMFANG
252
Seiten
VERLAG
Suhrkamp Verlag
ANBIETERINFO
Suhrkamp Verlag GmbH
GRÖSSE
3,7
 MB

Kundenrezensionen

Hana.h11 ,

Ein etwas anderer Kriminalroman

Dieser Kriminalroman von Ani verfolgt die Oberkommissarin Fariza Nasri vorerst bei den Ermittlungen an einem Verschwinden einer siebzehnjährigen Schülerin. Später merkt man allerdings, dass es sich um mehrere Fälle handelt, die in der Protagonistin einiges an Verwüstung anrichten.

Mich hat überrascht, dass das Buch in drei Teile aufgeteilt ist, die sich thematisch voneinander unterscheiden. In jedem Teil handelt es sich um einen separaten Fall, der aufgedeckt wird. Ich hatte damit gerechnet, dass sich der Roman ausschließlich mit dem Verschwinden von Finja Madsen beschäftigt.
Durch diesen geteilten Aufbau werden viele Charaktere vorgestellt, welches mich an manchen Stellen ziemlich verwirrt hat. An dieser Verwirrung hat sich außerdem der für mich schwierige Schreibstil beteiligt. Bei mir hat sich kein richtiger Lesefluss etabliert und ich musste teilweise einige Seiten zurückblättern, um mich daran erinnern zu können, um welchen Charakter es sich handelt.
Zum Ende haben sich die Verständnisschwierigkeiten allerdings etwas gelegt und ich konnte der Handlung viel besser folgen.

Inhaltlich beschäftigt sich der Roman viel mit den dunklen Seiten unserer Gesellschaft, mit denen sich der durchschnittliche Bürger wahrscheinlich eher weniger beschäftigt. Aus diesem Grund wirkt die Geschichte an manchen Stellen vielleicht etwas verstörend.
Die Protagonistin wirkt anfangs etwas unsympathisch, da man wenig von ihrem Privatleben erfährt und man sich schlecht auf einer persönlichen Ebene mit ihr identifizieren kann. Das liegt aber auch daran, dass man sie zu Beginn mehr in ihrem Berufsleben kennenlernt und sie dort entsprechen professionell auftritt. Des Weiteren habe ich persönlich keine anderen Werke von Friedrich Ani gelesen und kann nicht beurteilen, welche persönlichen Informationen über die Protagonistin bereits geäußert wurden. In ihrem Job als Kommissarin wirkt sie sehr kompetent und kann in den meisten Fällen gelassen bleiben, während sie ihren Verdächtigen Geständnisse entlockt.

Insgesamt handelt es sich also um einen Kriminalroman, der anders als viele andere seiner Art, keinem genauen roten Faden folgt und sich an einigen Stellen in den Nebenerzählungen und Gedanken der Protagonistin sowie anderen Charakteren verliert. Auch das Ende ist sehr unerwartet und wird garantiert nicht jeden Krimi-Liebhaber zufrieden stellen.
Trotzdem beinhaltet dieser Roman viele spannende Momente und wird Leser in seinen Sog ziehen, die von diesen Details nicht ablenken lassen.

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