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Beschreibung des Verlags

U.S. Marshal Bill Logan – die neue Western-Romanserie von Bestseller-Autor Pete Hackett! Abgeschlossene Romane aus einer erbarmungslosen Zeit über einen einsamen Kämpfer für das Recht.
Ein CassiopeiaPress E-Book
Ich hielt mein Pferd an. Der schrale Wind trieb Brandgeruch heran. Das Tier unter mir, ein Pinto, trat unruhig auf der Stelle und schnaubte. Ein Zweifel war ausgeschlossen. Weiter westlich brannte etwas. Kurzentschlossen trieb ich das Pferd an.
Der Brandgeruch wurde intensiver. Vor mir lag ein langgezogener Hügel. Er dehnte sich von Norden nach Süden. Rauch stieg hinter dieser Anhöhe zum Himmel und ballte sich vor der blauen Kulisse. Vom Kamm des Hügels aus sah ich dann die niedergebrannte Farm. Das Farmhaus war nur noch ein Haufen verkohlter Trümmer, aus denen dunkler Rauch stieg. Im Hof lag ein Mann auf dem Gesicht. Ich ritt hinunter. Funken stoben, Aschefetzen trieben über den Hof. Bei dem Mann saß ich ab und kniete neben ihm nieder. Er stöhnte. Ich drehte ihn auf den Rücken. Seine Brust war voll Blut. Der nahe Tod zeichnete bereits sein bleiches Gesicht.
"Meine Frau", murmelte er mit kaum verständlicher Stimme.
"Wo ist Ihre Frau?"
"Im – im Haus. Es – es war ein Reiter. Er ritt einen Fuchs. Er – er kam auf die Farm und – und …"
Die Stimme brach, der Kopf des Mannes rollte auf die Seite, in sein Gesicht senkte sich die Leere des Todes. Sekundenlang starrte ich auf den Brandschutthaufen. Für jemand, der sich im Haus befand, gab es keine Chance mehr. Mir wurde der Hals eng beim Gedanken daran, dass die Frau in dem Haus verbrannte.
Ich schloss dem Toten die Augen und richtete mich auf. In einem Pferch drängten sich einige Schafe und Ziegen zusammen. In einer Koppel stand eine Milchkuh und äugte zu mir her. Das Feuer hatte den Tieren nicht gefährlich werden können. Im Staub fand ich Hufspuren. Sie führten nach Norden.
Ich ging in den Stall. Dort stand ein schwerer Kaltblüter in einer Box. Ich brachte das Pferd ins Freie, dann öffnete ich die Fence, damit die Schafe und Ziegen heraus konnten. Auch der Milchkuh schenkte ich die Freiheit. In einem Schuppen fand ich eine Hacke und eine Schaufel. Ich machte mich daran, ein Grab auszuheben. Dann wickelte ich den Leichnam in eine Zeltplane, die ich ebenfalls in dem Schuppen gefunden hatte, und beerdigte ihn.

GENRE
Krimis und Thriller
ERSCHIENEN
2014
26. Januar
SPRACHE
DE
Deutsch
UMFANG
112
Seiten
VERLAG
BookRix
GRÖSSE
860.5
 kB

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