Venetia
Englandroman der Regency über Adelsgesellschaft, Familiengeheimnis und Liebeskonflikt im Zeichen des Byronismus
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- 2,49 €
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Beschreibung des Verlags
„Venetia“ ist ein Gesellschafts- und Ideenroman, der intime Familiengeschichte mit der moralischen Topographie der englischen Romantik verbindet. Im Zentrum steht die junge Venetia, deren Heranwachsen von Geheimnissen der Herkunft, von aristokratischer Zurückgezogenheit und von der Begegnung mit überlebensgroßen männlichen Figuren geprägt ist, in denen unschwer Züge Byrons und Shelleys erkennbar werden. Disraeli entfaltet dies in einer eleganten, reflektierten Prosa, die psychologische Beobachtung, mondäne Konversation und kulturhistorische Anspielung verbindet; so wird der Roman zugleich zu einer literarischen Meditation über Genie, Ruhm, Skandal und die Nachwirkungen der romantischen Bewegung im frühen 19. Jahrhundert. Benjamin Disraeli, Staatsmann, Romancier und einer der scharfsinnigsten Beobachter viktorianischer Gesellschaft, schrieb „Venetia“ aus seiner doppelten Vertrautheit mit Politik und Literatur. Seine Faszination für charismatische Außenseiter, für Herkunft, Ambition und gesellschaftliche Masken prägt auch dieses Werk. Dass er die Mythen um Byron und Shelley nicht bloß reproduziert, sondern in erzählerische Form überführt, verweist auf sein eigenes Interesse an der Wechselwirkung von öffentlicher Rolle und innerem Leben. Wer „Venetia“ liest, erhält mehr als eine Liebes- oder Bildungsgeschichte: Der Roman eröffnet ein präzises Panorama aristokratischer Kultur und eine kluge Deutung romantischer Selbstentwürfe. Empfehlenswert ist er für Leserinnen und Leser, die englische Literatur des 19. Jahrhunderts, biographisch grundierte Fiktion und stilistisch kultivierte Gesellschaftsromane schätzen.