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Beschreibung des Verlags

Das Mädchen Greta hält der Welt ihr Plakat SKOLSTREJK FÖR KLIMATET vors Gesicht. Es schreit hinaus, dass unsere Wirtschaftsordnung, unsere Kultur und gar unsere wissensvermittelnden Schulen die Grenzen menschlichen Handelns ignorierten. Eine kulturelle Menschheit, die begann, als frühe Schamanen mit Schnitzereien ihre damals nur kleinen Gruppen verzauberten und lenkten. Diese Wenigen entwickelten sich zuerst langsam, dann schneller werdend und zuletzt überbordend rasant. Denn heute verbrauchen wir als eine auf 8 Milliarden angeschwollene Weltbevölkerung die Gesamtnatur. Und unsere Komfortgase heizen dem Klima ein. Denn alles, was auf unserem Entwicklungsweg nützlich war, haben wir uns genommen. Nie kam uns der Gedanke, dass unsere Welt endlich ist, also Klima und Natur fragil sind. Erst jetzt, da uns eine Pandemie aus unserem gewohnten Wirtschaftskomfort wirft, uns inne halten lässt, beginnen manche ernsthaft nachzudenken. 


Warum ist alles so gekommen? Wie hat unsere Kultur uns angetrieben? Der Schlüssel zu unserem Handeln, zu unseren Anreizen, liegt in unserer Vergangenheit, im Weg und der Art, wie wir uns entwickelt haben. Verstehen wir dies, könnten wir eine Chance sehen, unsere weit fortgeschrittene Schädigung wieder einzufangen. Unsere Entwicklungsspuren werden aufgezeigt und die Impulsgeber benannt. Eine besitzgetrieben Machtkultur hat Kunst, Wissen und Technik hervorgebracht. Sie hat sich dazu alles genommen, was sie brauchte. Die Konsequenzen zeigen wir heute.  


Die Gegenwart einer langen Schadensliste durch unsere Aufheizung der Atmosphäre wird diskutiert. Wir emittieren zu viel Kohlenstoffdioxid, Methan und Lachgas. Gleichzeitig pflügen wir Wald zu Ackerland und verlieren dadurch natürliche Helfer. Machen wir so weiter, kommt die Welt in Bewegung. Aber nicht so, wie wir uns Vergnügungsreisen vorstellen. Umwälzungen kommen auf uns zu und Treks von Hilfesuchenden. 


Wie können wir unsere Zukunft retten? Da unser Klimaeingriff zuvörderst ein kultureller ist, rege ich an, diesen in den großen Zusammenhang zu stellen. Da kann uns eine Pandemie, also eine Seuche, zu verstehen helfen. Denn auch sie hat eine kulturelle Komponente, ist menschverursacht.  Es zeigen sich erstaunlich viele Anregungen und Parallelen zur Klimakrise. Ein wesentliches davon ist, dass weltweite Probleme nur weltweit beherrscht werden können. Das gilt ganz besonders für die Eindämmung der Klima- und Naturkrise. Sie trifft uns alle, aber im Gegensatz zu jeder Seuche nicht mehr umkehrbar. Die Einsicht aus unserer Kulturentwicklung regt an, bei der Wirtschaft und dem Besitzstreben anzusetzen, um gegenzusteuern. Denn es wird wohl nicht reichen, technisch umzurüsten. Unser ganzer Lebensentwurf sollte infrage gestellt werden. Jeder Einzelne ist angesprochen. Aber ganz besonders die Staatsführer sind gefordert, einvernehmlich zu handeln. Auch unsere Kultur der Einzelstaaten steht auf dem Prüfstand.

GENRE
Wissenschaft und Natur
ERSCHIENEN
2020
24. Mai
SPRACHE
DE
Deutsch
UMFANG
180
Seiten
VERLAG
Rudi Rembold
GRÖSSE
1.7
 MB

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