Fabeln
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Descripción editorial
Die Äsopischen "Fabeln" zählen zu den ältesten und einflussreichsten Textsammlungen der Weltliteratur. Unter dem Namen des halblegendären griechischen Fabeldichters Äsop, der im 6. Jahrhundert vor Christus gelebt haben soll, wurden über Jahrhunderte kurze Erzählungen gesammelt, in denen sprechende Tiere als Stellvertreter menschlicher Charaktere auftreten: der listige Fuchs, der eitle Rabe, der starke, aber ungerechte Löwe, das schwache, aber kluge Lamm.
Jede Fabel führt in wenigen Sätzen eine Alltags- oder Machtsituation vor und schließt mit einer klaren moralischen Lehre – meist eine Warnung vor Hochmut, Gier, Leichtgläubigkeit oder Undank.
Die "Fabeln" wurden schon in der Antike von römischen Dichtern wie Phaedrus bearbeitet und prägten über Jean de La Fontaine bis zu Lessing und Christian Fürchtegott Gellert die gesamte europäische Fabeltradition.
In deutscher Übersetzung sind sie seit Jahrhunderten fester Bestandteil von Schullektüre und Kinderliteratur und gelten als Musterbeispiel knapper, lehrhafter Erzählkunst.