Panikattacken
Die neue Praxis Dr. Norden 91 – Arztserie
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- Pedido anticipado
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- Se espera: 10 nov 2026
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- USD 3.99
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Descripción editorial
Die neue Praxis Dr. Norden - So war es nicht geplant, doch Dr. Danny Norden betrachtet es als Chance. Äußere Umstände zwingen ihn zu einem Neustart. Und diesen nimmt Danny tatkräftig in Angriff, auch, wenn er mit Abschied, Trennung, Wehmut verbunden ist. Dr. Danny Norden praktiziert jetzt in seiner neuen, modernen, bestens ausgestatteten Praxis. Mit Kompetenz, Feingefühl und Empathie geht er auf seine Patienten zu und schafft ein Klima, das die Genesung fördert: eben Dr. Danny Norden, wie er leibt und lebt, und er wird immer besser!
Es war gerade hell geworden, die Sonne stand noch tief am Horizont, als Gustav die Fenster des möblierten Appartements öffnete, das er vor ein paar Wochen bezogen hatte. Wie fast jeden Morgen war er bereits um kurz nach sechs wach geworden, eine Stunde bevor der Wecker läutete. Unten auf der Straße rumpelte die Straßenbahn vorbei, ein Bäckerwagen hielt in zweiter Reihe, eine junge Frau eilte zur Haltestelle der Straßenbahn. Ein Mann im eleganten Anzug kam aus dem Haus gegenüber, stieg in das Taxi, das in die Straße eingebogen war und vor ihm anhielt. Es würde nicht mehr lange dauern, bis die Straße voller Leben war, mit Menschen, die zur Arbeit gingen, Kindern auf dem Weg zur Schule und Autos, die in Richtung Innenstadt fuhren. Sechs Wochen war er nun in dieser Stadt und noch immer ertappte er sich dabei, dass er morgens einen Moment brauchte, um zu begreifen, dass der Fluss, den er in der Ferne sah, nicht mehr die Aare war, die durch Bern floss, sondern die Isar. Er hatte Eduard, den Bruder seiner Mutter, nicht hinhalten wollen, als er ihm anbot, in die Geschäftsleitung des Hauptsitzes von Edure, eines bekannten Autoherstellers, zu wechseln. Das Unternehmen war von Gustavs Urgroßvater gegründet worden und sollte in der Hand der Familie bleiben. Gustav hatte schon einige Praktika in der Firma absolviert und inzwischen auch jede Abteilung ihrer Niederlassung in Bern, seinem Heimatort, durchlaufen. Zuletzt hatte er als Leiter der Werbeabteilung für ein gutes Verkaufsergebnis gesorgt. Er vermisste Bern, seine Kollegen und das eher ruhige Leben in der Schweiz. Aber er hatte sich nun einmal dazu bereit erklärt, das Familienunternehmen zu leiten, sobald sein Onkel sich zur Ruhe setzte. Dazu musste er vom Hauptsitz aus agieren, was für ihn kein allzu großes Opfer war, da er nun jeden Tag mit Anke, der Frau, in die er sich vor ein paar Monaten verliebt hatte, zusammen sein konnte. Anke leitete die PR-Abteilung in der Münchner Zentrale und schon bald würden sie hoffentlich eine Wohnung finden, die ihnen beiden zusagte, damit sie endlich zusammenziehen konnten. Während er den Kaffee trank, den er sich gleich nach dem Aufstehen zubereitet hatte, las er ein paar der Nachrichten, die auf seinem Telefon eingegangen waren. Die meisten davon waren geschäftlich, es ging um Statistiken, Hinweise auf neue Modelle der Konkurrenz. Keine Nachricht war so wichtig, dass sie gleich beantwortet werden musste. Mit dem letzten Schluck Kaffee nahm er die kleine weiße Tablette, ein Vitamin D3 Präparat, ein. Vor drei Monaten hatte sein Hausarzt in Bern bei einem Routinescheck festgestellt, dass sein D3-Spiegel zu niedrig war. Was möglicherweise daran lag, dass er in den letzten Monaten wenig Sonne abbekam, weil er oft bis zum späten Abend im Büro saß.