Da war nur einer, der sie liebte
Der Bergpfarrer 72 – Heimatroman
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Publisher Description
Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 13 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jung und Alt! Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen.
Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
»Grüß dich, Florian. Wie schaut's aus?«
Der junge Knecht zuckte die Schultern.
»Na ja, Hochwürden, ich kann net klagen«, antwortete er. »Die Arbeit geht recht gut von der Hand, nur abends ist's ein bissel einsam hier oben.«
Sebastian Trenker nickte verstehend.
»Ich hoff', daß sich dieser Zustand bald ändert«, sagte er zuversichtlich.
Florian Brandtner sah ihn erwartungsvoll an.
»Haben S' denn etwas über die Tochter des Bauern herausgefunden?«
»Ich steh' mit einer Münchner Anwaltskanzlei in Verbindung«, erklärte er. »Dr. Remmler, so heißt der Anwalt, geht den Hinweisen nach. Viel ist's ja net, was wir über den Verbleib der Katharina Ahringer wissen, aber er hat mir doch Hoffnung gemacht, daß er herausfinden könnt', wohin sie seinerzeit verschwunden ist.«
Der Knecht machte eine einladende Handbewegung.
»Kommen S' doch ins Haus«, sagte er. »Ich koch' uns einen Kaffee und einen Kuchen hab' ich auch gebacken.«
Der Geistliche folgte der Einladung und trat ein. Dabei kam er nicht umhin, zu bewundern, wie gut Florian Brandtner den Hof und das Bauernhaus in Schuß hielt. Überall sah es aufgeräumt aus, und der Boden der Diele glänzte.
»Du bist ja ein richtiger Hausmann«, lobte er den Burschen.
Florian errötete.
»Ach, wissen S', so schwer ist's auch wieder net, Ordnung zu halten«, meinte er. »Und wenn man ein bissel was vom Haushalt versteht, dann macht's sogar Spaß.«
»Also davon verstehst' jedenfalls 'was!«
Der Bergpfarrer folgte dem Knecht in die Küche. Auch hier herrschte peinliche Sauberkeit. Während Sebastian sich setzte, schaltete Florian die Kaffeemaschine ein und schnitt den Kuchen an.
»Sehr gut«, sagte Sebastian nach dem ersten Bissen. »Der könnt' ja glatt von meiner Frau