Die Larrigan-Brüder
Die großen Western 471
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- Sortie prévue le 29 sept. 2026
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Description de l’éditeur
Der Autor steht für einen unverwechselbaren Schreibstil. Er versteht es besonders plastisch spannende Revolverduelle zu schildern und den ewigen Kampf zwischen einem gesetzestreuen Sheriff und einem Outlaw zu gestalten. Er scheut sich nicht detailliert zu berichten, wenn das Blut fließt und die Fehde um Recht und Gesetz eskaliert.
Diese Reihe präsentiert den perfekten Westernmix! Vom Bau der Eisenbahn über Siedlertrecks, die aufbrechen, um das Land für sich zu erobern, bis zu Revolverduellen - hier findet jeder Westernfan die richtige Mischung. Lust auf Prärieluft? Dann laden Sie noch heute die neueste Story herunter (und es kann losgehen).
Tex Baird, der Cowboy, reitet zurück zur »Drei-Kreuz-Ranch«. In seiner Brusttasche stecken zweitausend Dollar Lohngelder, die er im Auftrage seines Brotherrn Orson Hollander von der Bank in Albino abgeholt hatte. Albino liegt jenseits der Double Mountains. Der kürzeste Weg von diesem Ort zur Ranch führt weitab der großen Westernstraße über einen schmalen Gebirgskamm. Sechs Stunden Zeit gewinnt Baird, wenn er diesen Weg benutzt. Dafür ist es aber auch ein recht gefährlicher Pass, den er dabei überqueren muss, einsam und voller Tücken. Hier oben fand man vor einem Jahr Tom Dralley mit zerschmetterten Gliedern. Auch er kam von Albino, auch er war kurz zuvor auf der Bank und trug ein kleines Vermögen in der Tasche. Ein herabstürzender Felsblock hatte ihn erschlagen. Das einzige, woran man ihn identifizieren konnte, war die kleine, verbeulte, silberne Tabakdose, die man bei der Leiche fand und die Dralleys Signum trug. Man sprach damals allgemein von einem Unfall. Man munkelte aber auch heimlich von einem Verbrechen, dem Dralley zum Opfer fiel, denn trotz eifrigster Bemühungen fand man auch nicht einen einzigen Zipfel einer Dollarnote in seinen zerfetzten Kleidern. Nun, es gab viele Erklärungen für ein Verbrechen, aber keine stichhaltigen Beweise, denn der Nightpass erfreute sich der traurigen Berühmtheit, einer der gefährlichsten Wege durch die Doubles zu sein. Die Felsen steigen hier oft tausend Fuß himmelwärts, der gewundene Pfad führt an schmalen, schwindelnden Abgründen vorbei, über halsbrecherische Felsklippen. Dabei ist dieser Fels noch morsch und faul, zerfressen vom Zahn der Zeit, porös von Sonne und Regen, die an den kahlen Hängen, durch keinerlei Baum- oder Wurzelwerk geschützt, ungehindert ihr Zerstörungswerk verrichten können. An all dies denkt Tex Baird, als er den düsteren Night Canon passiert. Argwöhnisch mustert er die steilen Felswände, die in einem düsteren, unheimlich wirkenden Schatten liegen und nur hoch oben an dem scharfen Grat von den Sonnenstrahlen umkost werden. Modrig und feucht lastet die Luft in der Tiefe, gleichmäßig, monoton schlagen die Pferdehufe auf der harten Sohle auf. Hin und wieder zügelt der Cowboy seinen Braunen und lauscht den fremden Geräuschen, die unnatürlich hohl und seltsam, in immer wiederkehrender Folge durch die Schlucht ziehen. Es ist bröckelndes Gestein, das sich aus den Wänden löst.