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Description de l’éditeur

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Ursachen jugendlichen Rechtsextremismus und bezieht sich auf eine Studie aus dem Jahr 1992. Dieser Studie liegt die Frage zugrunde, warum einige Menschen eine rechtsextreme Haltung entwickeln und andere nicht. Eine Beantwortung fällt nicht leicht, da es hierfür nicht eindeutige, alleinige Auslöser oder Gründe gibt. Von Bedeutung können wirtschaftliche oder politische Bedingungen, die Rolle der Medien im Umgang mit Rechtsextremismus und die familiale Sozialisation sein. Letzteres wurde im Rahmen dieser Studie genauer betrachtet. Das persönliche Umfeld rechtsextrem orientierter junger Männer, die in der Familie gemachten Erfahrungen und deren subjektive Repräsentation, wie auch die moralische Heteronomie, das Fehlen der Verinnerlichung moralischer Standards, sollten durch diese Studie näher untersucht werden. Zusammenfassend kann man sagen, dass der Zusammenhang zwischen sozialpsychologischen und sozialisationstheoretische Aspekten und rechtsextremer Orientierung betrachtet wurde. Hierzu verglich man rechtsextrem orientierte junge Männer mit jungen Männern ohne rechtsextreme Orientierung.

Zur Durchführung der Studie wurde ein qualitativ methodischer Zugang und ein relativ offenes Erhebungsverfahren gewählt, da individuelle Erinnerungen zu Beziehungserfahrungen in der Familie, ebenso wie die Komplexität persönlicher, politischer und moralischer Einstellungen kaum durch eine standardisierte Methode darzustellen wäre. Durch ein offenes Erhebungsverfahren ergibt sich für die Befragten zudem die Möglichkeit sich individuell sprachlich auszudrücken, was die Authentizität der Aussagen erhöht. Außerdem können auch besonders emotionale oder widersprüchliche Gedanken beachtet werden, die im Rahmen eines standardisierteren Verfahrens kaum Beachtung gefunden hätten.

Ziel der Studie war es bestimmte Hypothesen, die hauptsächlich der traditionellen Autoritarismusforschung entstammten, fallbezogen zu überprüfen und zu präzisieren. Anhand dieser gewonnenen Überlegungen sollten theoretische Überlegungen weiterentwickelt werden können.

GENRE
Essais et sciences humaines
SORTIE
2012
15 octobre
LANGUE
DE
Allemand
LONGUEUR
15
Pages
ÉDITEUR
GRIN Verlag
TAILLE
411.4
Ko