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Description de l’éditeur

Man könnte denken- es geht uns doch so gut, wir sind eines der reichsten Länder der Erde, die schlimmsten Kinderkrankheiten sind beseitigt, Eltern haben neue Erziehungsstile verinnerlicht- die Kinder können ruhig und zufrieden ins Leben und in die Schule gehen. Natürlich genießen die Kinder und Jugendlichen die Vorzüge der modernen industrialisierten Zeiten, haben neue Möglichkeiten und Chancen, aber damit einhergehen auch die neuen sozialen Unsicherheiten und psychischen Wirrungen. Man kann davon ausgehen, dass 10 bis12% der Kinder im Schulalter an psychischen Störungen im Bereich Leistung, Emotion und Sozialkontakt leiden. (Hurrelmann, Rixius, Schirp - Gegen Gewalt in der Schule, S. 11) Aggressivität und Gewalt in der Schule beinhalten Tätigkeiten, die physische und psychische Verletzungen bei Schülern und Lehrern innerhalb und außerhalb des Unt errichts zur Folge haben. (vgl. ebd., S. 12) Gewalt und damit verbundenes Mobbing in der Schule, ist jedoch eine Krankheit unserer neuen Gesellschaft und kann nicht nur auf die Institution Schule zurückgeführt werden. Die Schule spiegelt nur die gesellschaftlichen Struktur- und Chancenbedingungen wider, die sie aber selbst nicht wirklich beeinflussen kann. Gewalttätige Jugendliche werden nicht als diese geboren, sondern im Laufe ihrer Sozialisation zu solchen gemacht. Viele Familien erziehen psychisch gestörte, irritierte oder sogar misshandelte Kinder, weil sie es selbst nicht anders wissen, oder in schlimme soziale Lagen geraten sind, wo kein Platz und keine Muße für gut ausgewogene Kindererziehung ist. Die Kinder werden dann oft in der Schule aggressiv, weil ihnen das Einhalten sozialer Verhaltensregeln abgeht oder weil die schulischen Anforderungen ihre Leistungsfähigkeit überfordern. Es ist ja auch einiges zu leisten in unserer Gesellschaft- mindestens ein mittlerer Abschluss, am besten Abitur, ansonsten hat man ja keine Möglichkeit einen guten Beruf auszuüben, der halbwegs den eigenen Interessen entspricht. Wir leben eben in einer Wettbewerbsgesellschaft. Besonders schwer ist es für ausländische Kinder oder Kinder aus sozial schwachen Familien, sie fühlen sich als Verlierer dieser Gesellschaft und reagieren mit Aggression und Gewalt. Wenn sie dann noch als leistungsschwach beurteilt werden, schwindet das Selbstwertgefühl noch mehr, dann setzen die primitiven Verteidigungsmechanismen ein gegen diese Verunsicherungen. Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Psychologie - Allgemeine Psychologie, Note: 2,0, Universität Augsburg.

GENRE
Santé et bien-être
SORTIE
2012
24 avril
LANGUE
DE
Allemand
LONGUEUR
20
Pages
ÉDITEUR
GRIN Verlag
TAILLE
88.1
Ko

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