Lebendige Stunden
Ein ebenso eleganter wie abgründiger Dramenzyklus über Kunst und Vergänglichkeit, Liebe und Eitelkeit
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Descripción editorial
Was darf die Kunst dem Leben nehmen – und kann sie ihm etwas zurückgeben? In vier meisterhaften Einaktern stellt Arthur Schnitzler Künstler, Liebende und Sterbende vor Entscheidungen, in denen Wahrheit und Täuschung, Erinnerung und Selbstdarstellung untrennbar ineinandergreifen.
In "Lebendige Stunden" erfährt ein junger Schriftsteller nach dem Tod seiner Mutter von einem erschütternden Opfer. "Die Frau mit dem Dolche" spiegelt eine moderne Liebesbegegnung in einem leidenschaftlichen Drama der Renaissance. In "Die letzten Masken" will ein todkranker, gescheiterter Dichter mit einem erfolgreichen Jugendfreund abrechnen – bis Güte seinen Hass entwaffnet. Und "Literatur" verwandelt eine vergangene Affäre in eine brillante Komödie darüber, wie schonungslos Schriftsteller das eigene Leben und das ihrer Nächsten zu Stoff machen.
Schnitzler verbindet präzise Dialoge mit psychologischer Spannung und bitterem Humor. In wenigen Szenen legt er verborgene Motive frei und zeigt, wie Menschen ihre Erinnerungen bearbeiten, ihre Gefühle inszenieren und selbst im Augenblick größter Offenheit eine Rolle spielen.
"Lebendige Stunden" ist ein ebenso eleganter wie abgründiger Dramenzyklus über Kunst und Vergänglichkeit, Liebe und Eitelkeit – vier Bühnenstücke, in denen das ganze Gewicht eines Lebens in einem einzigen Augenblick sichtbar wird.