Die Wissenschaft des Atems
Das vollständige Handbuch der östlichen Atemphilosophie
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Publisher Description
"Atem ist Leben" – mit diesem Satz beginnt das einflussreichste Atem-Handbuch des frühen 20. Jahrhunderts. Hinter dem Pseudonym Yogi Ramacharaka stand der Amerikaner William Walker Atkinson, der 1904 westliche Anatomie und östliche Prâna-Lehre zu einem praktischen Lehrgang verband. Unzählige moderne Atemtechniken schöpfen bis heute aus diesem Buch; diese Ausgabe macht es erstmals in einer vollständigen modernen deutschen Neuübersetzung zugänglich.
Der Aufbau führt vom Verstehen zum Üben. Nach dem Grundsatzkapitel "Atem ist Leben" erklärt Ramacharaka zunächst die exoterische Seite: Lunge, Zwerchfell, Blutkreislauf und warum unvollständiges Atmen Vitalität und Gesundheit untergräbt. Dann die esoterische Seite: Prâna als universelle Lebensenergie, die mit jedem Atemzug aufgenommen, im Sonnengeflecht gespeichert und durch das Nervensystem verteilt wird. Ein eigenes Kapitel begründet, warum durch die Nase und nicht durch den Mund geatmet werden soll.
Das praktische Herzstück sind die Kapitel über die vier Methoden der Atmung – Hoch-, Mittel-, Bauch- und vollständige Atmung – und die Schritt-für-Schritt-Anleitung zum vollständigen Yogi-Atem, der alle Teile der Lunge füllt und zur natürlichen Atemweise werden soll. Darauf bauen die Übungsreihen auf: die sieben Yogi-Entwicklungsübungen (u. a. der reinigende, der belebende und der stimmkräftigende Atem), die sieben kleineren Übungen für Haltung und Brustkorb sowie die Rhythmusatmung, bei der Atem und Pulsschlag ins Maß gebracht werden.
Die letzten Kapitel wenden das Gelernte an: Gedankenlenkung und Selbstheilung mit dem rhythmischen Atem, das "Laden" des Körpers mit Prâna, die seelisch-geistigen Übungen der Yogis bis hin zur Andeutung der spirituellen Atmung. Ramacharaka bleibt dabei stets Praktiker: kurze Kapitel, klare Anweisungen, wiederkehrende Warnung vor Übertreibung.
Wer Breathwork übt oder unterrichtet, findet hier das Original vieler heutiger Methoden – nüchtern, freundlich und gut hundert Jahre später erstaunlich frisch.