Feuer im Herzen
Der Bergpfarrer 554 – Heimatroman
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- Expected 8 Sept 2026
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Publisher Description
Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 13 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jung und Alt! Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen.
Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
Es war früher Morgen, als die Pfarrhaushälterin Sophie Tappert die Bäckerei Terzing betrat. Die Türglocke schellte metallisch und durchdringend. Sowohl die Bäckermeistergattin, die verkaufte, als auch die drei Frauen, die als Kundinnen vor der Verkaufstheke standen, wandten sich Sophie zu. »Allseits einen wunderschönen guten Morgen«, grüßte sie mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht. »Alles im grünen Bereich?« Jetzt sah sie auch den Brandhuber-Loisl, der in der Ecke am Stehtisch stand, vor sich ein Haferl Kaffee sowie den aufgeschlagenen ›Kurier‹, die Tageszeitung, die in Garmisch-Partenkirchen herausgegeben wurde. Alle Anwesenden erwiderten den freundlichen Gruß in der gleichen freundlichen Art, lediglich der Loisl brabbelte seinen Morgengruß mürrisch in den strähnigen, weißen Bart hinein. Eine der Frauen sagte: »Ihre Frage, ob alles im grünen Bereich ist, kann ich nur für mich und meine Familie beantworten, Frau Tappert. Bei uns läuft alles bestens, es gibt net den geringsten Anlass zum Klagen.« »Das freut mich«, erklärte Sophie. Die anderen Frauen äußerten sich ähnlich. Eine fragte, ob im Pfarrhaus alles im Lot sei, was Sophie bejahte. »Und bei dir, Loisl? Läuft bei dir auch nix aus dem Ruder?«, fragte Sophie. Was den Brandhuber-Loisl anbetraf schlugen in ihrer Brust gewissermaßen zwei Herzen. Zum einen war er für sie ein kleiner Gauner, der versuchte, mit seinen wertlosen Naturheilmitteln die Leute über den Tisch zu ziehen, auf der anderen Seite aber war sie viel zu gutherzig, um dem Loisl ein gewisses Mitgefühl zu versagen. In ihren Augen war er ein ›armer Teufel‹, einer, mit dem es das Schicksal nicht gutgemeint hatte.