Kritik an den Auswirkungen der Politik Ludwigs XIV. (Klasse 11, Grundkurs Geschichte‪)‬

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Im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit konkurrierte die französische Krone mit dem hohen Adel um die wichtigsten Machtpositionen. Nachdem sich Ludwig XIV. durchgesetzt und den monarchischen Absolutismus eingeführt hatte, bestand seine Herrschaftsstrategie darin, den Adel von den Regierungsgeschäften fernzuhalten. Stattdessen eröffnete Ludwig den Adligen Karrieren in Armee und bei Hofe. Für die Politik und Verwaltung des Reiches zog er gut ausgebildete Bürger hinzu und machte sie zu Beamten.
Mit der Degradierung des Adels zum Hofadel ging die Entmachtung der Stände einher – die Generalstände traten vorerst 1614 zum letzten Mal zusammen bis sie 1789 am Vorabend der Französischen Revolution erneut einberufen wurden.
Der umfassende Herrschaftsanspruch Ludwig XIV. wurde in seinem Ausspruch: „L’État, c’est moi!“ besonders deutlich. Sein Streben nach Größe und Ruhm hob ihn als Sonnenkönig über alle seine Untertanen hinaus. Seine Macht demonstrierte er gegenüber dem entmachteten Adel und dem Volk durch die Errichtung des Schlosses Versailles, an dem er seinen absolutistischen Lebens- und Regierungsstil entfaltete. Versailles wurde zunehmend zum Mittelpunkt des teuren und aufwendigen höfischen Lebens. Die Anziehung, die Ludwigs Hofstaat auf den Adel ausübte, kam vor allem seinen machtpolitischen Absichten entgegen. Durch einträgliche Ämter und die Aussicht auf eine große Karriere am Hofe wurde der Adel weitestgehend in den Hofstaat integriert. Auf diese Weise gerieten die Spitzen des Adels in direkte Abhängigkeit zum König und verloren somit ihre politische Macht .
Der dritte Stand hingegen verarmte immer mehr, sodass sich das einfache Volk am Existenzminimum befand. Zur Zeit Ludwig XIV. wurden demnach die Grundlagen geschaffen, die letztlich zur Französischen Revolution führen sollten.

GENRE
Professional & Technical
RELEASED
2016
21 February
LANGUAGE
DE
German
LENGTH
7
Pages
PUBLISHER
GRIN Verlag
SIZE
915.3
KB

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