Der Traum vom Glück
Der Bergpfarrer 557 – Heimatroman
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- Expected 20 Oct 2026
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Publisher Description
Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 13 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jung und Alt! Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen.
Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
Ein ganzes Wochenende lang hatte sich die fünfundzwanzigjährige Lydia Hofstetter Gedanken gemacht. Sie hatte das Für und das Wider gegeneinander abgewogen, hatte sich tausendmal gefragt, wie wohl ihr Chef reagieren würde, und war schließlich zu einem Schluss gekommen. Sie würde ihren Job als Verkäuferin im Brautmodengeschäft Otmar Zeitlers in Mittenwald kündigen, um in ihrer Heimat, genau gesagt in St. Johann, ein eigenes Brautmodengeschäft zu eröffnen. Da sie darüber hinaus eine versierte Designerin für Brautkleider war, wollte sie nicht nur Brautkleider irgendwelcher Hersteller vertreiben, sondern eigene, maßgeschneiderte Kreationen sowie individuelle Anpassungen anbieten. Ihr Entschluss war unumstößlich. Es wurde ihr allerdings unbehaglich zumute, wenn sie daran dachte, dass sie ihrem Chef diesen Entschluss darlegen und ihm die schriftliche Kündigung des Beschäftigungsverhältnisses aushändigen musste. Insgeheim hoffte sie, dass er mit sich über einen Aufhebungsvertrag reden ließ. Dann müsste sie keine Kündigungsfrist einhalten und könnte gleich damit beginnen, ihren Traum vom eigenen Atelier in St. Johann in Angriff zu nehmen und in die Tat umzusetzen. Sie lenkte ihr Auto in den Hof des Gebäudes, in dem das Brautmodengeschäft untergebracht war. Dort war für sie ein Parkplatz reserviert. Das Auto ihres Chefs, der am Stadtrand von Mittenwald ein schönes Haus mit Garten besaß, stand schon da. Lydia krampfte sich der Magen zusammen, wenn sie an die Reaktion Otmars dachte. Sie stellte ihr Auto ab, stieg aus, atmete durch und begab sich durch den Hintereingang in den Laden. In dem großen Verkaufsraum hingen an verchromten Ständern Brautkleider über Brautkleider. An den Wänden waren große Spiegel angebracht. Einige schwere Lüster tauchten alles in ein warmes Licht. Die ganze Einrichtung des Ladens war nur vom Feinsten. Otmar Zeitler hatte in das Geschäft viele Euros investiert.