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Descripción de editorial

Die sensible Nina Erichsen war erst vierzehn, als sie ihre noch sehr­ junge Mutter Valerie durch Krebs verloren hat. Seitdem ist sie mit ihrem Stiefvater Per, den ihre Mutter erst drei Jahre vor ihrem Tod geheiratet hatte, allein. Sie haben sich immer gut verstanden, aber jetzt, sechs Jahre später, verändert sich ihre Beziehung. Eines Tages begreift Per, dass seine Gefühle für Nina nicht länger väterlicher Natur sind. Sie ist ernster als andere ihres Alters; wenn er mit ihr zusammen ist, vergisst er regelmäßig, dass sie so viel jünger ist als er. Seine Erkenntnis macht ihn unglücklich. Was soll aus dieser Liebe werden? Nina sieht den Vater in ihm, was auch sonst? Er bittet sie, sich eine eigene Wohnung zu suchen – eine Bitte, die sie zutiefst verletzt. Sie fühlt sich weggestoßen und im Stich gelassen. Er ahnt nicht, dass Nina sich mit ähnlichen Gedanken plagt wie er. Bei einem Besuch in Leon Laurins gynäkologischer Sprechstunde bricht die Wahrheit aus ihr heraus. Leon bleibt ruhig und fragt sie, was an dieser Liebe so schlimm wäre. Doch ausgerechnet jetzt tritt eine frühere Freundin wieder in Pers Leben.



"Oh, Entschuldigung", sagte Antonia Laurin, als sie das Büro ihres Mannes in der Kayser-Klinik betrat und sah, dass er nicht allein war. "Dein Vorzimmer war leer, ich ahnte nicht, dass du noch Besuch hast." Leon Laurin sprang auf, die Frau, mit der er sich bei Antonias Eintreten unterhalten hatte, blieb lächelnd sitzen. Sie war nicht mehr jung, aber auch noch nicht alt. Antonia schätzte, dass sie über fünfzig war. Sie hatte ein schmales, apartes Gesicht, in ihre schwarzen Haare hatte sich eine einzelne weiße Strähne gemischt, vorne, über der Stirn. Auch ihre Augen waren beinahe schwarz und jetzt forschend auf Antonia gerichtet. "Es passt sehr gut, dass du kommst, so kann ich dich gleich mit einer neuen Kollegin bekanntmachen", sagte Leon Laurin. "Frau Erdem, das ist meine Frau Antonia." Nun erhob sich die Frau doch und reichte Antonia die Hand. "Ich bin Linda Erdem", sagte sie mit angenehm dunkler, weicher Stimme. "Ich werde zunächst für ein halbes Jahr als Neurochirurgin hier an der Klinik arbeiten." "Für ein halbes Jahr?", fragte Antonia. "Soll das die Probezeit sein oder wie ist das zu verstehen?" Sie hatte die Frage an ihren Mann gerichtet, doch der wies auf Dr. Erdem, als sei sie es, die sie beantworten müsse.

GÉNERO
Ficción y literatura
PUBLICADO
2019
septiembre 3
IDIOMA
DE
Alemán
EXTENSIÓN
64
Páginas
EDITORIAL
Kelter Media
VENDEDOR
Bookwire GmbH
TAMAÑO
1
MB

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