Julietta sucht ein Zuhause
Sophienlust - Die nächste Generation 165 – Familienroman
-
- Pedido anticipado
-
- Se espera: 26 may 2026
-
- $75.00
-
- Pedido anticipado
-
- $75.00
Descripción editorial
In diesen warmherzigen Romanen der beliebten, erfolgreichen Sophienlust-Serie wird die von allen bewunderte Denise Schoenecker als Leiterin des Kinderheims noch weiter in den Mittelpunkt gerückt.
Denise hat inzwischen aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle geformt, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt.
Diese beliebte Romanserie der großartigen Schriftstellerin Patricia Vandenberg überzeugt durch ihr klares Konzept und seine beiden Identifikationsfiguren.
Ein grauer, verregneter Tag begleitete Juliettas Ankunft in Sophienlust. Der Wagen des Jugendamtes rollte durch das schmiedeeiserne Tor und hielt auf dem Parkplatz vor dem eindrucksvollen Herrenhaus. Tropfen perlten über die Scheiben, während Julietta reglos nach draußen starrte. Sie kannte dieses Gefühl von Heimatlosigkeit nur allzu gut – eine neue Unterkunft, neue Gesichter, neue Versprechen. Und doch würde alles wieder genauso enden wie zuvor. »Wir sind da«, sagte Frau Marquardt, drehte sich zu ihr um und musterte sie mit freundlichem Blick. Die Leiterin des Maibacher Jugendamtes war wirklich nett, das musste Julietta zugeben. Doch das änderte nichts. Nett hatte auch ihre erste Pflegefamilie gewirkt, bis sie sie wieder loswerden wollte. Nett war ihre zweite Pflegefamilie gewesen, bis sie auch dort nicht mehr erwünscht war. Warum sollte es diesmal anders werden? Schweigend öffnete Julietta die Autotür, nahm ihren Rucksack und trat in den Nieselregen hinaus. Die Nässe kroch in ihre Jacke, aber sie schien es nicht zu spüren. Mit harten, entschlossenen Schritten folgte sie Frau Marquardt die breite Freitreppe hinauf zum Haus. Als die schwere Eingangstür aufschwang, umfing sie wohlige Wärme. Die große Halle wirkte hell und freundlich. An der Seite gab es einen Kamin, ein handgewebter Hirtenteppich lag davor, und eine behagliche Sitzgruppe lud zum Verweilen ein. Es sah sehr gemütlich aus. Doch Julietta blieb misstrauisch.