Abfuhr mit Folgen
Der Bergpfarrer 545 – Heimatroman
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Utgivarens beskrivning
Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 13 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jung und Alt! Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen.
Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
Die fünfundzwanzigjährige Bettina Brunner war bis Garmisch-Partenkirchen mit dem Zug gefahren, war dort in den Linienbus umgestiegen, und nun stand sie an der Bushaltestelle in St. Johann und schaute sich um. Sie verinnerlichte, was sich ihrem Blick bot; das waren die im alpenländischen Stil errichteten Gebäude mit einer bunten Blumenpracht an den Balkonen und auf den Fensterbänken sowie den kunstvollen Lüftlmalereien an den Fassaden. Der in den Farben weiß und gelb gehaltene Turm der Pfarrkirche mit dem patinierten Kupferdach überragte sämtliche Gebäude. Rund um das Wachnertal, in dem St. Johann eine der drei Gemeinde bildete, erhoben sich bewaldete Berge vor dem Hintergrund des Hochgebirges mit einigen alles überragenden, vegetationslosen Zweitausendern. Bettina registrierte das alles, doch sie verriet mit keinem Wimpernschlag, was hinter ihrer Stirn vorging. War sie begeistert, war sie von der Schönheit des Tals, das seinen natürlichen Charakter trotz vieler gegensätzlicher Bemühungen beibehalten hatte, beeindruckt? Bettina zeigte keine Reaktion. Mit der kleinen Reisetasche, die ihr ganzes Gepäck darstellte, in der Hand ging sie stadteinwärts. In der Ortsmitte, beim Rathaus, sah sie den Hinweis, der verriet, dass in dem Gebäude die Touristeninformation untergebracht war, und sie lenkte ihre Schritte darauf zu. Als sie das Gebäude betrat, begann die Glocke auf dem Kirchturm zu läuten. Es war fünfzehn Uhr. Während das gesamte Wachnertal unter brütender Hitze litt, war es in der Touristeninformation dank einer Klimaanlage angenehm kühl. Eine junge, dunkelhaarige Frau saß hinter dem Tresen. »Grüß Gott«, grüßte Bettina. Die junge Frau erwiderte den Gruß und lächelte freundlich. »Machen Sie bei uns Urlaub?«, fragte sie.