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DIE IDEE DER FREIHEIT

Das Erkennen der Welt - Gibt es Grenzen des Erkennens? Diskurs zu Rudolf Steiner



Auf dieser Stufe der Sittlichkeit kann von allgemeinen Sittlichkeit, Begriffen, Normen, Gesetzen nur insofern die Rede sein, als sich diese aus der Verallgemeinerung der individuellen Antriebe ergeben. Allgemeine Normen setzen immer konkrete Tatsachen voraus, aus denen sie abgeleitet werden können. Durch das menschliche Handeln werden aber Tatsachen erst geschaffen. Wenn wir das Gesetzmäßige Begriffliche in dem Handeln der Individuen, Völker und Zeitalter aufsuchen, so erhalten wir eine Ethik aber nicht als Wissenschaft von sittlichen Normen, sondern als Naturlehre der Sittlichkeit.



Die Freiheit des Handelns ist nur denkbar vom Standpunkte des ethischen Individualismus aus. Wie ist aber ein Zusammenleben der Menschen möglich, wenn jeder nur bestrebt ist, seine Individualität zur Geltung zu bringen? Damit ist ein Einwand des falsch verstandenen Moralismus gekennzeichnet. Dieser glaubt, eine Gemeinschaft von Menschen sei nur möglich, wenn sie alle vereinigt sind durch eine gemeinsame festgelegte sittliche Ordnung. Dieser Moralismus versteht eben die Einigkeit der Ideenwelt nicht. Er begreift nicht, dass die Ideenwelt, die in mir tätig ist, keine andere ist als die in meine Mitmenschen.

GENRE
Nonfiction
RELEASED
2020
November 30
LANGUAGE
DE
German
LENGTH
326
Pages
PUBLISHER
Books on Demand
SELLER
eBoD GmbH
SIZE
564.1
KB

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