Esmeralda
Ein viktorianischer Gesellschaftsroman aus den Appalachen über Südstaaten, Landadel, Klassenunterschiede und Liebesdrama
-
- $3.99
-
- $3.99
Publisher Description
In „Esmeralda“ entfaltet Frances Hodgson Burnett einen Gesellschaftsroman, der den Übergang eines jungen Mädchens aus ländlicher Unschuld in die kodierte Welt sozialer Konventionen untersucht. Im Zentrum steht Esmeralda Rogers, deren natürliche Anmut und Unbefangenheit in scharfem Kontrast zu den Erwartungen der gehobenen Gesellschaft stehen. Burnett verbindet psychologische Beobachtung mit feiner Ironie und einem ausgeprägten Sinn für Milieuschilderung; dabei bewegt sich der Roman im literarischen Kontext des späten 19. Jahrhunderts zwischen Sentimentalität, Sozialkritik und der Analyse von Klasse, Geschlecht und Bildung. Burnett, 1849 in Manchester geboren und später in den Vereinigten Staaten lebend, kannte soziale Unsicherheit, Aufstiegserfahrungen und die Spannung zwischen englischer und amerikanischer Kultur aus eigener Anschauung. Diese biographischen Prägungen spiegeln sich in ihrem Interesse an Herkunft, sozialer Mobilität und weiblicher Selbstbehauptung. Als Autorin, die sowohl Kinderliteratur als auch Romane für Erwachsene mit großem Erfolg verfasste, besaß sie ein feines Gespür für emotionale Konflikte und gesellschaftliche Maskenspiele. „Esmeralda“ empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Burnett nicht nur als Verfasserin klassischer Kinderbücher kennenlernen möchten, sondern als scharfsinnige Beobachterin sozialer Rituale. Der Roman überzeugt durch stilistische Eleganz, menschenkundliche Präzision und seine bis heute anregende Frage, wie Identität unter gesellschaftlichem Druck bewahrt werden kann.