Im Schein der Uniform
Als Männer verkleidete Soldatinnen die in Konflikten durch die gesamte Geschichte kämpften
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- $28.99
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Publisher Description
Dieses Buch untersucht, wie Frauen über Jahrhunderte hinweg als Soldatinnen in Armeen kämpften, ohne dass ihr Geschlecht in den offiziellen Kriegsberichten einen Platz fand. Anstatt der Vorstellung von exklusiv männlichen Frontlinien kommt es den lebenslangen Verkleidungen, gefälschten Dokumenten und geheimen Identitäten nach, die es Frauen ermöglichten, in Schlachten, Revolutionsfeldzügen und Widerstandskämpfen mitzukämpfen – zeitweise als "Männer" erkannt, zeitweise nie enttarnt.
Im Mittelpunkt stehen drei historische Mechanismen: erstens die praktische Verkleidung, die es Frauen etwa im 17. bis 19. Jahrhundert in europäischen Armeen erlaubte, sich als Söhne, Brüder oder feste Rekruten einzuschreiben, jahrelang Trainings, Manöver und Feldzüge mitzumachen, ohne dass jemand ihre wahre Identität bemerkte. Zweitens die Rolle von Notlagen und Alternativen – Armut, Kriegswirtschaft, Verzweiflung oder Patriotismus – die weibliche Soldatinnen in moderne Konflikte wie den Amerikanischen Bürgerkrieg, den Ersten und Zweiten Weltkrieg oder die Bürgerkriege in Lateinamerika trieben, wo sie als Sanitäterinnen, Kuriere, Flakhelferinnen oder Scharfschützinnen in äußerst gefährlichen Zonen tätig waren. Drittens die Erinnerungslogik von Militärarchiven und Heldendarstellungen, in denen weibliche Soldatinnen entweder als "Ausnahmen", "romantische Matrosen‑Geschichten" oder "Fälle der Entgleisung" abgespeichert wurden, statt als systematische Erfahrung von Frauen an der Waffe.