Der Sumpfengel
Mystische Naturmystik zwischen Moorlandschaft, Seelenentwicklung und spiritueller philosophischer Prosa
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Publisher Description
Prentice Mulfords Der Sumpfengel verbindet erzählerische Spannung mit moralisch-philosophischer Reflexion. Das Werk entfaltet seine Handlung in einem Milieu, in dem Naturraum, soziale Grenzsituationen und innere Läuterung eng ineinandergreifen. Typisch für Mulford ist ein Stil, der anschauliche Beobachtung, sentimentale Akzente und spekulative Gedankenführung miteinander verschränkt. So steht der Text im literarischen Umfeld des späten 19. Jahrhunderts, in dem Unterhaltungsliteratur, Spiritualismus und psychologische Selbsterkundung eine produktive Verbindung eingingen. Der Titel verweist bereits auf jene Ambivalenz von Gefährdung und Rettung, die den Kern des Buches bildet. Mulford, amerikanischer Schriftsteller, Humorist und Vertreter des New-Thought-Denkens, war stark von Fragen der geistigen Selbstformung, der Willenskraft und der verborgenen Wirksamkeit des Denkens geprägt. Seine Biographie, die von journalistischer Arbeit, literarischer Produktivität und intensiver Beschäftigung mit metaphysischen Themen bestimmt war, erklärt die besondere Tonlage dieses Buches. Auch dort, wo er erzählerisch verfährt, bleibt sein Interesse an seelischen Kräften, an sittlicher Entwicklung und an der Möglichkeit innerer Erneuerung deutlich erkennbar. Der Sumpfengel empfiehlt sich Lesern, die in der Literatur nicht nur Handlung, sondern auch weltanschauliche Tiefenschichten suchen. Das Buch ist als kulturhistorisch aufschlussreicher und gedanklich anregender Text zu lesen, der Mulfords poetische und philosophische Interessen in exemplarischer Weise bündelt.