Der Erbe der Schatten
Roman
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4,6 • 43 Bewertungen
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- 9,99 €
Beschreibung des Verlags
Die Legenden erwachen zum Leben.
Fitz Chivalric hat versagt. Sein skrupelloser Onkel hat den Thron der sechs Provinzen an sich gerissen, und der wahre Herrscher, Prinz Veritas, gilt als tot. Fitz bleibt nur noch eines: Rache! Doch wie soll er bis zu dem Mann vordringen, der ihm alles genommen hat? Einem König, geschützt von Soldaten und Magie? Ohne Rücksicht auf sich selbst, treibt Fitz seine Pläne voran. Da erreicht ihn der Ruf eines Todgeglaubten – Prinz Veritas!
Dieses Buch ist bereits unter dem Titel "Die Magie des Assassinen" im Bastei-Lübbe Verlag erschienen und unter dem Titel "Der Nachtmagier" im Heyne Verlag.
Kundenrezensionen
Einfallslos, unglaublich langatmig, stereotyp
Leider ist das Finale der Trilogie alles andere als erfreulich: die Welt wird nur soweit aufgebaut, wie unbedingt notwendig, die Lösung ist absurd, die Charaktere entwickeln sich nicht weiter, insgesamt passiert viel zu wenig auf viel zu vielen Seiten, jedes Mal ist es dasselbe Muster: Fitz wird gefangen genommen, natürlich passiert ihm dabei nichts, und jedes Mal wieder wird er wie aus Zauberhand befreit.
Insgesamt sind die Charaktere viel zu eindimensional: die Guten sind die guten, die Bösen die bösen, und damit hat es sich. Bis zum Ende konnte die Motivation von Edel nicht wirklich dargelegt werden; Sucht wird als etwas Böses verkannt.
Zusätzlich habe ich ein Problem mit dem Frauenbild, welches Hobb hier zeichnet: Kettricken, die bestenfalls mit einem Weirdo als Partner gestraft ist, bleibt die ganze Zeit unterwürfig und ihrem „Gemahl“ ergeben. Molly und v.a. Fitz‘ krankhafte Obsession zu ihr, ist nur Mittel zum Zweck, aber auch nicht so relevant, sie wirklich zu retten, zumindest nicht aus den Augen von Fitz. Generell benimmt er sich wie ein kleines, trotziges Kind, was Molly angeht. Und Merle ist nur da, um die Versuchung für Fitz darzustellen. Wozu Hobb am Ende ihres Romans auch noch eine für mich zu billige Möglichkeit schafft. Einzig Krähe ist interessant, obgleich sie zum Ende hin auch stark abbaut.
Sämtliche Mysterien werden einfach nicht beleuchtet sondern nur als Mittel zum Zweck angeführt. Es interessiert einfach niemanden in der Welt, was ich nach 3000 Seiten des Romans erschreckend und auch erbärmlich finde. Die Entfremdeten, Bedrohung seit quasi Seite 1? Bis jetzt weiß niemand, was es mit ihnen auf sich hat. Die Gabe und Alte Macht und wie sie funktionieren? Who cares. Wer sind jetzt die Uralten? Egal. Es wird einfach nichts geklärt bzw. geradezu faul nur soweit entwickelt, wie es zwingend für den Roman notwendig ist.
Es werden teilweise neue Mysterien aufgebaut, z.B. wer nun der Narr wirklich ist, aber es scheint niemanden zu interessieren, das aufzulösen. In Teil 2 wurde noch angedeutet, er käme von einem fremden Volk weit aus dem Süden, in Teil 3 hatte Hobb wohl keine Lust mehr, das weiter auszubauen, und hat es komplett gedreht.
Generell fand ich auch die Verbindung zwischen Fitz und Nachtauge irgendwann nur noch ätzend.
Was sehr gut ist und bleibt, ist der Schreibstil. Insgesamt bleibt mir aber schleierhaft, wie man dieses Werk tatsächlich mit Martin oder Tolkien vergleichen kann, dafür ist es viel zu unambitioniert, weitschweifig und uninteressant.