Der perfekte Mord?
Lebenslänglich ungesühnt – wahre Fälle eines Strafverteidigers
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4,0 • 7 Bewertungen
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- 9,99 €
Beschreibung des Verlags
Denn die Wahrheit stirbt mit
Zwei verschwundene Frauen, aber weit und breit keine Leichen – dennoch wird ein Mann wegen Mordes verurteilt.
Ein Doppelmord, bei dem alle Verdächtigen ein wasserdichtes Alibi haben, einer aber trotzdem hinter Gittern landet – kann das richtig sein?
Ein regelrechtes Gemetzel, für das jemand gänzlich ohne Beweise verhaftet und verurteilt wird. Zu Recht? Oder ist der wahre Täter noch auf freiem Fuß?
Strafverteidiger Dr. Alexander Stevens wird immer wieder mit dem Problem konfrontiert, ob die Richtigen auf der Anklagebank sitzen. Anhand aktueller und wahrer Fälle geht er der spannenden Frage nach: Gibt es den perfekten Mord? Oder anders: Kann es ihn trotz modernster Forensik und Kriminaltechnik heute überhaupt noch geben?
Kundenrezensionen
Interessant aber nicht immer schlüssig.
Herr Dr. Stevens bringt viele sehr gute Argumente und das Buch macht nachdenklich.
Allerdings stellt er auch sprachlich gewandt einige Behauptungen auf, die - so einleuchtend sie auch formuliert sind - einfach nicht stimmen.
Ein Beispiel ist die Diskussion über den Neoprenanzug im Abschnitt „Folge dem Geld“. Ich halte das für eine eher theoretische Frage, weil gar nicht bewiesen scheint, dass bei der Tat ein Neoprenanzug getragen wurde. Herr Dr, Stevens behauptet: „Aufgrund der engen Beschaffenheit eines Neoprenanzugs kann der Täter darunter definitiv nichts angehabt haben …“.
Die Behauptung finde ich sehr befremdlich. Ich habe früher auch mal mit Gerät getaucht und bin passionierte Schnorchlerin und habe noch nie einen Neopren nackt getragen oder einen Taucher dabei beobachtet, einen Neopren auf die nackte Haut anzuziehen. Das hat sowohl hygienische als auch praktische Gründe: Einen Neopren kann man nicht unter einem Handtuch ausziehen, also müsste man sich beim An- und Ausziehen in Gewässernähe immer irgendwo verkriechen, trüge man ihn nackt. Meist trägt man unter Nasstauchanzügen nur Badezeug. Jedoch sind Nasstauchanzüge von der Stange oft nicht passgenau, sodass selbst unter sie ein T-Shirt und ggf. Shorts Leggings passen würde, auch wenn deren Stoff das Anziehen sicher sehr behindern würde.
Des Weiteren gibt es Trockentauchanzüge, die oft ebenfalls aus Neopren sind und unter denen eigentlich immer irgendetwas Wärmendes getragen wird. Vielleicht hat Herr Dr. Stevens an Latexanzüge gedacht als er den Text geschrieben hat und vielleicht trifft seine Argumention auf diese zu. Für Neopren ist sie nicht haltbar.
Ich finde es schade, dass sich Verlage nicht mehr um gutes Lektorat bemühen, dass solche - einfach zu beseitigenden - Fehler findet und hinterfragt.