Die Akte Madrid
Kriminalroman
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4,2 • 6 Bewertungen
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- 12,99 €
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Beschreibung des Verlags
Die atemlose Jagd nach der bitteren Wahrheit eines gestohlenen Gemäldes, die von den Folterkellern der Franco-Diktatur bis in die Ministerien der Bonner Republik führt – ein neuer Fall für Lennard Lomberg voller politischer Intrigen und persönlicher Konflikte
Von Francisco Franco, dem Caudillo de España, zu Franziskus Ritter, dem deutschen Verteidigungsminister: Lennard Lombergs Suche nach der bitteren Wahrheit eines geraubten Gemäldes führt ihn von Madrid nach Granada – und konfrontiert ihn auf dramatische Weise mit einem Versprechen, das er einst selbst gegeben und lange verdrängt hat.
Granada im Sommer 2016. Bei einem Einbruch in ein Luxushotel nahe der Alhambra ist ein surrealistisches Gemälde gestohlen worden, das dessen Besitzer, den deutschen Verteidigungsminister, in große Erklärungsnot bringt. Zu blutig ist die Spur des Gemäldes, die von den Folterkellern der Franco-Diktatur bis in die Ministerien der Bonner Republik reicht.
Von seinem Mentor Peter Barrington wird Lomberg beauftragt, das Gemälde für den Minister aufzuspüren. Unterstützung erhält er dabei von der resoluten Kriminalrätin Sina Röhm. Schnell aber wird den beiden klar, dass es hier keineswegs nur um den Diebstahl eines als verschollen geltenden Gemäldes geht, sondern um ein damit verbundenes Vermächtnis von immenser politischer Sprengkraft.
Auch für Lomberg selbst ist die Sache heikel. Einerseits kreuzt das Gemälde nicht zum ersten Mal seinen Weg, andererseits muss er sich gleich zu Beginn der Ermittlungen die schmerzhafte Frage stellen, auf wessen Seite er eigentlich steht.
Doch die Zeit drängt – schon bald wird aus der Suche nach dem Kunstwerk eine Hetzjagd und Lomberg vom Verfolger zum Verfolgten …
Kundenrezensionen
Weniger ist mehr
Der Roman ist kein klassischer Krimi.
Es geht um ein verschwundenes Gemälde, das in der Nachkriegsgeschichte durch Raub den Besitzer gewechselt hat und dadurch in die Hände der Familie Ritter kam. Für den Sohn Franziskus Ritter, einen aufstrebenden Verteidigungsminister, der es unwissentlich von seinem Vater geerbt hat, ist es seine Achillesferse. Deswegen soll Lomberg das Gemälde wieder auftreiben.
Dabei folgt ihm der Leser tief hinein, in die Zeit, als alles seinen Anfang nahm. In das Jahr 1928.
Historisch ist der Roman umfassend recherchiert. Storm jongliert mit einer Vielzahl an Protagonisten sicher durch verschiedene Zeitebenen. Allerdings wird der Leser mit dieser Vielzahl an Informationen beinahe erschlagen. Es ist keine Strandlektüre, die nebenbei gelesen werden kann. Die Handlung erfordert volle Aufmerksamkeit, da mit Abschnittswechsel oft ein Zeitsprung und neue Charaktere eingeführt werden.
Zur Erleichterung gibt es hinten im Roman ein Personenregister. Gerade für Neulinge, die Band 1 nicht kennen, äußerst hilfreich.
Durch die geballte Informationen bekommt der Leser teilweise spannende Zeitsprünge serviert. Wenn ein Journalist regelrecht entsorgt wird, weil er zu tief gegraben hat. Aber größtenteils auch unspektakuläre Handlungsstränge, die erzählerisch nur Informationen liefern, um die komplexe Handlung zu erklären. Dadurch leidet für mich die Spannung, weil die Aktere zu viel reden, essen oder umherreisen, aber zu wenig aktiv handeln.
Mir ging es im Laufe des Buches ähnlich, wie anderen Lesern. Zu viel Information beziehungsweise Nebenhandlungen. Alle sind irgendwie miteinander verflochten und am Ende ist Friede, Freude und alles harmonisch aufgeklärt. Weniger Handlungsstränge und Verstrickungen, dafür mehr Aktion der Hauptfiguren, wäre mir lieber gewesen.
Trotzdem ist der Roman aufgrund des umfassenden historischen Teils lesenswert.
Allerdings kommen Kunstliebhaber hier kaum auf ihre Kosten. Der künstlerische Aspekt ist nur Nebenschauplatz. Es geht mehr um Politik.