Finsterwalde
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3,4 • 74 Bewertungen
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Beschreibung des Verlags
Eine erschreckend realistische Zukunftsvision, in der Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit die Oberhand gewinnen.
In einer nahen Zukunft, in der die EU zerfallen ist und Nationalisten in ganz Europa an der Macht sind, werden Menschen ohne deutschen Pass aus ihren Wohnungen geholt und in Übergangslagern interniert. In Finsterwalde, einer geräumten Provinzstadt, kämpft Marie mit ihren beiden Kindern ums Überleben. Als sie erfährt, dass in Berlin drei schwarze Kinder zurückgelassen wurden, beschließt sie, einen Weg aus dem Lager zu finden, um sie vor dem sicheren Tod zu retten.
Zeitgleich erzählt Finsterwalde von einem griechischen Paar, das angeworben wurde, um die Lücken auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu füllen. Während die Ärztin Eleni eine verwaiste Praxis in Berlin zugewiesen bekommt, stößt ihr Mann Theo auf Spuren der früheren Besitzerin - Marie. Entgegen aller Verbote macht er sich auf die Suche nach ihr.
Max Annas entwirft in diesem politischen Thriller das beklemmende Szenario eines Deutschlands, in dem Menschlichkeit und Mitgefühl verloren gegangen sind. Ein aufrüttelnder Roman, der die drängenden Fragen unserer Zeit auf den Punkt bringt.
APPLE BOOKS-REZENSION
Max Annas, der Gewinner des Deutschen Krimipreises 2017, schreckt nicht davor zurück, schwierige Themen anzupacken. Mit der Zukunftsvision eines nationalistischen Deutschlands, in dem Menschenrechte wenig zählen und Überleben oberste Priorität hat, ist ihm ein großer Politthriller gelungen, der lange nachwirkt. Mit feiner, stilistischer Klinge seziert er ideologische Abgründe und verwebt gleichzeitig die Schicksale zweier Migrantenfamilien miteinander. Ein Meisterwerk der zeitgenössischen Spannungsliteratur.
Kundenrezensionen
Fesselt nicht genug
Es ist ein gutes Thema, aber es ist nicht fesselnd genug. 2/3 des Buches ist nicht so spannend, dass man unbedingt weiterlesen möchte.
Das letzte Drittel ist gut.
Wichtiges Thema ...
aber nicht gut umgesetzt. Die Geschichte wirkt völlig zerfahren, zu den handelnden Personen konnte ich keine Verbindung herstellen. Die Auswirkungen auf eine Gesellschaft (was passiert eigentlich, wenn man aus einer Ideologie heraus Fachkräfte des Landes verweist) ist nur am Rande und nicht besonders eindringlich beschrieben. Das Ganze hätte ein wichtiger Roman werden können. In meinen Augen führt die Story aber zu nichts. Aus der exzellenten Ausgangsidee ist keine gute Geschichte geworden. Das ist schade, weil sie so wichtig ist.