Kriegssplitter
Die Evolution der Gewalt im 20. und 21. Jahrhundert
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Beschreibung des Verlags
Die beiden Weltkriege haben den politischen Globus geprägt – aber das Wesen von Krieg und Gewalt selbst hat sich seither gewandelt. Herfried Münkler zeichnet diese kulturelle wie politische Evolution nach: So begünstigte gerade das Verschwinden von Imperien neue, endlose Kleinkriege – die teilkollabierten Gebiete im Nahen Osten etwa gründen auf dem Machtvakuum, das das untergegangene Osmanische Reich hinterließ. Die Soldaten solcher Konflikte sind heute weniger in Armeen als in kleinen Trupps formiert, deren brutalste Spielart der terroristische Einzelkämpfer ist. Auch die geopolitischen Konfliktlinien verlaufen nur noch selten entlang physischer Grenzen, sondern vielmehr zwischen konkurrierenden Werten, zwischen Demagogie und Aufklärung, Arm und Reich, zwischen Datenschutz und Datenspionage in künftigen Cyberkriegen. Nicht zuletzt aus diesen Gründen plädiert Herfried Münkler, der sich einmal mehr als ein Meister der Zeitdiagnostik erweist, vehement für eine echte geopolitische Strategie des Westens.
Ein Buch, das uns die neuen Formen der Gewalt und die Welt von heute besser begreifen lässt.
Kundenrezensionen
Erkenntnisgewinne
Dieses Buch ist höchst lesenswert nicht nur deswegen, weil die Kriegssplitter des ersten Weltkriegs nach wie vor in und nahe Europa uns alle empfindlich treffen (können), sondern auch, weil die uns allzu lange umgebenden Warn- und Verbotsschilder bei der notwendigen Auseinandersetzung mit der Geopolitik bisher einen unverstellten Blick auf gegenwärtige und künftige Weltordnung verwehrten. Der Autor räumt sie erkenntisreich beiseite.